Osteuropa Wirtschaftstag in Berlin 2013 engagiert sich für Rumänien

Botschafter würdigt Beitrag der deutschen Minderheit

Samstag, 14. Dezember 2013

Berlin - Am Dienstag fand in Berlin der Osteuropa Wirtschaftstag 2013 statt. Erstmals tagte dieses internationale Wirtschaftsforum mit rund 300 Repräsentanten aus Wirtschaft, Politik und Diplomatie direkt im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.  Das ist auch ein Ausdruck dafür, welch hohen Stellenwert Deutschland den osteuropäischen Ländern beimisst. Tendenz steigend.

Deutschland ist seit 2007 der mit Abstand wichtigste Handelspartner Rumäniens  und drittgrößter Investor mit einem Kapitalbestand von rund 4,4 Milliarden Euro Ende vorigen Jahres. Das Handelsvolumen betrug  2012 rund 18 Mrd. Euro. Im ersten Halbjahr 2013 wuchsen die deutschen Einfuhren um 1 Prozent, die Ausfuhren um 0,5 Prozent.

Retour aus dem Reich der Mitte ins Karpatenland

Der neue Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Rumänien, Werner H. Lauk, war aus diesem Anlass extra aus Bukarest angereist. Im Rahmen des Wirtschaftstages hatte er zu einer Sonderrunde im Rahmen des Wirtschaftstages eingeladen. In diesem Kreise von 30 Experten verwies Botschafter Lauk in seinem faktenreichen Vortrag im Wirtschaftsministerium eingangs gleich auf die Tatsache: Rumänien hat die Zeit der Wirtschaftskrise besser überstanden als andere. Und: Der geschätzte Wachstumszuwachs liege 2013 um die 2 Prozent. Das ist Bestwert innerhalb der EU!  Wer hätte das gedacht?

Das Lohnniveau in Rumänien bleibt im europäischen Vergleich attraktiv. Sogar einige in China agierende deutsche Unternehmen beabsichtigen, dem Reich der Mitte mit (ehemals!) unschlagbarem Lohnniveau den Rücken zu kehren und im Karpatenland ihr Business zu installieren. Business in einem EU-Land ist sowieso an sich einfacher,  so durch das Rechtssystem, das zum Großteil schon dem EU-Recht angepasst ist. Auch EU-Fördermittel sind ein zugkräftiges Argument für ein Rück-Ticket aus China gen Karpaten.

Minderheit der Deutschen als ein Motor der Entwicklung

Weiterer wichtiger Fakt, in Rumänien zu investieren: Sehr gut ausgebildete Arbeitskräfte, darunter solche mit guten Deutschkenntnissen, was die Kommunikation erleichtert und das Zusammenwachsen von deutsch-rumänischen Partnerschaften beflügelt. Mit etwa 45.000 Deutschen ist diese Volksgruppe die Drittstärkste. In etwa 20.000 Unternehmen mit deutscher Beteiligung sind sie mehr oder weniger involviert.

Staunen und Anerkennung bewirkte in der Vortragsrunde des Botschafters auch die Information, wonach Universitäten 73 Studiengänge in deutscher Sprache anbieten. Damit stehen Akademiker mit deutschen Fachtermini für Branchen wie Elektronik und Chemie für die Unternehmen bereit. An Gymnasien lernen 20.000 Schüler in deutscher Sprache, darunter zahlreiche Kinder von rumänischen Eltern. Deutschlehrer werden gesucht. 

Herausragendes Beispiel einer deutschen Erfolgsstory ist die Dräxlmaier Gruppe mit rund 12.000 Mitarbeitern an den Standorten, etwa in Temeswar/Timişoara und Kronstadt/Braşov mit besonders hohem Anteil der deutschen Minderheit. Der Automobilzulieferer beliefert namhafte Automobilhersteller wie Renault und Dacia mit modernen Bordnetzsystemen, exklusivem Interieur sowie Elektrik- und Elektronikkomponenten. Diese rumänischen Exportschlager erfreuen sich auch in Deutschland großer Beliebtheit.

Markantes Beispiel für die Attraktivität Rumäniens als Wirtschaftsstandort für Angehörige der deutschen Minderheit: Der während der Ceau{escu Ära ausgereiste Arnold C. Klingeis kehrte nach Rumänien zurück und gründete sein Unternehmen, das u. a. das Eishotel am Bulea See auf die Beine stellte und auch international zur Touristenattraktion avanciert.

Nicht zuletzt spielen auch die deutschen und deutschsprachigen Wirtschaftsclubs in Rumänien eine zunehmend wichtigere Rolle bei der Entwicklung und Förderung der Wirtschaft. Erstmals verliehen sie in diesem Jahr einen „Unternehmerpreis“. Über 800 Mitgliedsfirmen standen dabei zur Auswahl in vier Kategorien wie „Innovativstes Unternehmen“ (Gewinner: European Business Service EBS) und „Familienfreundlichstes Unternehmen“ (Gewinner: AGROPLUS).

Gute Nachricht: „Rumänien gilt als Region des Gelingens“

So jedenfalls lautet die Überschrift vom Newsletter „DBU aktuell“ Nr. 10/Okt. 2013. Im Text dieser Publikation von der  Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) heißt es weiter:„Mit insgesamt 29 geförderten Projekten (Fördersumme 1,63 Mio. Euro) gilt Rumänien im mittel- und osteuropäischen Raum für die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) als eine ‘Region des Gelingens’. Das kommt dadurch zum Ausdruck, dass sich die hier laufenden Förderprojekte durchweg auf einem höheren Niveau bewegen als in anderen Balkanstaaten“.

Diese Einschätzung der renommierten Deutschen Bundesstiftung Umwelt nutze ich als eine Art Zusammenfassung  der Argumente des Botschafters für den Wirtschaftsstandort Rumänien, vorgetragen in der Runde mit Wirtschaftsrepräsentanten auf dem Osteuropa Wirtschaftstag in Berlin. Botschafter Werner H. Lauk versprach beim Abschied,  offene Ohren und Türen in Bukarest für Anfragen und Wünsche der Teilnehmer dieser Runde zu haben, ihnen auf dem Wege nach Rumänien die Weichen stellen zu helfen. Ergänzend betonte der Botschafter, dass er in diesem Sinne auch Pressereisen empfehle.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 18.12 2013, 01:21
Norbert!Wenn Du Deine Dummheit als Dein privates Heiligtum betrachten würdest,tätest Du der Welt einen großen Gefallen!Du bist ein selbsternannter Schandfleck des Deutschtums,parteiübergreifend,,,
Norbert, 17.12 2013, 17:39
Herr Manfred ,der Rest der Welt plus aller Siebenbürger in der Welt denkt so.Sie sind halt keine romanisierten ,weswegen sie romanisiert sind ist schwer zu verstehen. Wahrscheinlich belügen sie hier ihre anderen romanisierten. DEn sie gaben ja mehrfsch an das sie auf Rumänien gekommen sind durch Freunde .Da sie ja in einem Arbeitsverhältnis stehen wie sie angeben. Können sie ja dann auch nur im Urlaub dort hinfahren. Alles dies ergibt keine Logik. Das sich jemand der nix mit Rumänien zu tun hat. Außer das er durch Freunde darauf gekommen ist.Sich für dieses Kakaland Gedanken zu machen. Anderseits geben sie aber wiederum Pinatsaussagen zu ganz lokalen rumänischen Vorgängen ab.Dies wiederum kann nur jemand ,der A die Sprache kann und B ein Rumäne ist. Allso sie sind hier als nichts identifieziert durch ihre eigenen Aussagen.Schreiben sie doch mal wo sie so hinfahren nach Rumänien.Dann werde ich es mal aufsuchen und mich über sie erkundigen. Die Forenschreibe wären hier sicherlich sehr neugierig wenn ich ihnen schreiben könnte was sich hinter dem 6 Liga Spieler verbirgt.Nur Mut schreiben sie mal den Leuten hier wo sie so hinfahtren nach Rumänien....
Sraffa, 15.12 2013, 02:12
@Manfred : Tja, so geht das : Erst wird das Land gehätschelt weil es in Opposition zu Moskau steht; nachdem Moskau ruhig wird wird Rumänien unninteressant und man kauft dafür alles im noch billigeren China ein und ruiniert damit die Rum.Wirtschaft. Im Namen der Freiheit und Demokratie werden danach Millionen in die langjährige A.-losigkeit entlassen und man schaut zu, wie Diebe jahrzehntelang im Namen der Demokratie im Land das Staatsvermögen klauen. Nun, da der Billigheimer China etwas teurer wurde besinnt man sich auf das Schmuddelkind in Europa.
Manfred, 14.12 2013, 22:26
Was willst du 00 schon wieder?Erzähle Deine Weisheiten Deinen siebenbürgischen Freunden und verschone den Rest der Welt mit Deinen dämlichen Weisheiten,Du Schaaf!
Norbert, 14.12 2013, 22:14
Herr Manfred da sie auch zu den Leuten gehören ,die andere auf Schreibfehler aufmerksam machen. Dann schauen sie mal bei sich nach. Rumänien wird ein billig Land bleiben sie ein Zuliefererland sind. Sie haben die Weichen nach 1990 falsch gestellt. Und deswegen ist dies fast unmöglich das aufzuholen. Rumänien ist keine Industrienation,sondern ein Zulieferer:Deswegen stehen sie mit anderen Zulieferern in Konkurenz.Rumänien hat viel brachliegende Felder. Und viel viel Wiesen für Schaafe.Diese haben sie und werden sie nicht nutzen.Das war ein Fehler.Dann wird die Bevölkerung der Romas in Rumänien immer stärker immer größer. Sie sind fast alle keine Facharbeiter.Die die studiert haben oder gut Ausgebildete wollen zu 50 Prozent das Land verlassen.Das wird die nächsten 10 Jahre mindestens so weiter gehen. Dann rechnen sie sich mal die Stärke der Romas hoch. Allso Fazit Rumänien wird noch billiger,wenn nicht werden sie von vielen vielen anderen Entwicklungsländern überholt.
Manfred, 14.12 2013, 16:09
"Das Lohnniveau in Rumänien bleibt im europäische Vergleich attraktiv"Geht´s denn noch menschenverachtender???Weil es so attraktiv ist,haben Millionen Menschen ihre Heimat verlassen!Wie kann man das als Erfolg werden?Soll Rumänien ewig ein Billiglohnland bleiben?

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