Pädagogen erhalten Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturpreis

Dozenten werden für Leistungen in der Germanistik ausgezeichnet

Mittwoch, 07. März 2018

Hermannstadt – Anlässlich des Heimattages der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl werden am Pfingstsonntag, dem 20. Mai die Universitätsdozenten Michael Markel und Horst Schuller(-Anger) von dem Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V. mit dem Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturpreis 2018 ausgezeichnet.
Prof. h. c. Dr. Peter Motzan wird die Laudiatio auf beide Persönlichkeiten halten, die an der Geschichte der deutschsprachigen Literatur in und aus Rumänien entscheidend beteiligt gewesen sind und zur Bekanntheit Siebenbürgens beigetragen haben.

Horst Schuller kam 1940 in Meschen/Moşna zur Welt, war Gymnasiast der Bergschule in Schäßburg/Sighişoara und beendete 1962 in Klausenburg/Cluj-Napoca das Studium der Germanistik und Rumänistik. Er wirkte ab 1972 mehrfach als Dozent an der Hochschule in Hermannstadt/Sibiu, wurde 1984 promoviert und trat wiederholt als Herausgeber und Autor in Erscheinung. Vor der Wende war er als Deutschlehrer in Marienburg/Feldioara und als Kulturredakteur der „Karpatenrundschau“ tätig. Erst 1990 konnte er eine ersprießliche akademische Karriere antreten und den Lehrstuhl für Deutsche Sprache und Literatur an der Lucian-Blaga-Universität Hermannstadt (ULBS) gründen. Horst Schuller lebt in Eppelheim/Heidelberg, wurde 1994 in Hermannstadt zum Professor ernannt und 2002 krankheitsbedingt emeritiert. Die Germanistik in Rumänien hat er nachhaltig geprägt.

Michael Markel, 1937 in Deutsch-Weißkirch/Viscri geboren, besuchte ebenfalls die Schäßburger Bergschule und war an der Universität Klausenburg Kommilitone von Horst Schuller. Nach Beendigung des Studiums der Germanistik und Rumänistik wurde er 1962 an die Universität Klausenburg berufen, wo er 30 Jahre lang als Dozent wirkte. Bekannt wurde er vor allem durch die von ihm herausgegebenen Lehrbücher für das Fach Deutsche Sprache und Literatur, die ab 1972 zahlreiche Schülergenerationen geprägt haben. Michael Markel lebt seit 1992 in Nürnberg.

Der Siebenbürgisch-Sächsische Kulturpreis wird seit 1968 von den Verbänden der Siebenbürger Sachsen in Deutschland und Österreich für herausragende wissenschaftliche und künstlerische Leistungen verliehen. In die Ehrenrunde der Preisträger wurden bisher die Namen illustrer Persönlichkeiten wie z.B. Hermann Oberth, Hans Bergel, Walter Biemel, Oskar Pastior, Peter Jacobi oder Katharina Zipser aufgenommen

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