Parlamentsausschuss in Roşia Montană: Geschubse, Proteste und Medienrummel

Premier Victor Ponta warnt vor falschen Zeichen für ausländische Investoren

Freitag, 27. September 2013

Bukarest (ADZ) - Dreizehn Mitglieder des parlamentarischen Sonderausschusses, der über die Gesetzesvorlage zum Goldprojekt Roşia Montană zu befinden hat, sind am Mittwoch in die Westkarpaten gereist, um sich ein Bild über die Lage vor Ort zu machen. Zu ihnen gesellte sich überraschend auch der „grüne“, derzeit parteifreie Abgeordnete Remus Cernea, der als entschiedener und äußerst lautstarker Gegner des Goldförderprojekts von den erbosten Kumpeln allerdings etwas „durch die Mangel gedreht“ wurde.

Die Ausschussmitglieder trafen mit den Lokalbehörden zusammen, besuchten die lokale Ausgrabungsstätte, den Stollen aus der Zeit der alten Römer sowie den Tagebau in Roşia Montană, wo ihnen Zyanid-Verfahren, geplante Umweltschutzmaßnahmen und Projektvorteile erläutert wurden. Ausschussvorsitzender Darius Vâlcov erklärte den Anwesenden, dass das Gremium zurzeit keine Meinungen abgeben, sondern bis zum 20. Oktober Fakten sammeln und Standpunkte analysieren wolle. Während der Gespräche zwischen Ausschussmitgliedern und Kumpeln wurde der gerade angereiste „grüne“ Abgeordnete Cernea vom zahlreichen Publikum mit Buhrufen und einigem Gerangel in Empfang genommen, sodass ihn schließlich Gendarmen aus der aufgebrachten Menge retten mussten.

Der Besuch der Ausschussmitglieder wurde von ständigen Protesten für und wider das Goldförderprojekt begleitet. In Roşia Montană und Albac demonstrierten Hunderte Einwohner für Arbeitsplätze und den Projektstart, während in Câmpeni etwa 1000 Projektgegner mit ihren stundenlangen Protesten das Abendessen der Abgeordneten und Senatoren wohl tüchtig versalzten.
Auf einem von der Presseagentur Reuters organisierten Seminar zeigte Premier Victor Ponta indes am Mittwoch auf, dass ein Scheitern des Roşia-Montană-Projekts im Parlament keine große Sache wäre. Das Kernproblem sei dabei nicht, dass die Legislative dieses Projekt abschmettere – dies könne aus Wirtschaftssicht wohl verschmerzt werden –, sondern dass „ein Zeichen gegen Auslandsinvestoren“ für das Land katastrophal sei.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 27.09 2013, 17:58
Helmut,spielst Du mal wieder den roten Propagandisten?Anders kann ich mir Deinen Wutausbruch nicht erklären.Erinnerst Du Dich an Baia Mare,da wurde mit der selben Technologie gearbeitet...
An Ponta kotzt mich an das:
-er anfangs gegen Rosia Montana war,weil Basescu dafür war
-danach war er dafür,weil es Profit versprach.
-nach diversen Demonstrationen(+Antonescus Veto)erklärte er den Fall wieder für erledigt
-nach dem Besuch der streikenden Bergleute(für diesen Fakt meinen Respekt)ist er wieder dafür

Viele fachliche Argumente hat er nicht...
Wer bestreitet die Giftigkeit der Zyanidmethode?
Wen meinst Du mit ehemaliger Bewohner Rumäniens???Das Du noch dort lebst,glaube ich schon-Hanns und ich sicher nicht,Joachim kenne ich nicht.
Helmut, 27.09 2013, 15:06
@Hanns@Joachim@Manfred....ihr 3 Superweisen seid sicher 3 Fachleute für Bergbau und kennt Euch mit dieser Problemaktik sicher sehr gut aus?????!!!!!!!!.Macht Euch nicht lächerlich,außer polemischen Geschreibsel könnt Ihr nichts bieten.Der Jochachim dürfte ja bei diesem Abendessen bis in die Morgenstunden dabeigewesen sein.Falls,nicht dann soll er lieber schweigen.Es ist doch für jeden normal denkenden Menschen klar,dass dieses Problem nicht einfach zu lösen sein wird und es immer Zufriedene und Unzufriedene geben wird.Da selbst international anerkannte Fachleute zu dieem Problem verschiedener Meinung sind und auch schon öfters ihre Meinung geändert haben,darf man sich nicht wundern ,wenn auch Politiker ihre Meinung wechseln.Die Rumänen werden diese Angelegenheit selber regeln und benötigen nicht solche hetzerischen Beiträge ehemaliger Bewohner Rumäniens.
Hanns, 27.09 2013, 13:28
Das ist alles nur eine Augenauswischerei! Hier wird der Bevölkerung eine Inszenierung vorgespielt wie seinerzeit beim Nastase-Suizid. Es ist doch alles eine schon längst beschlossene Sache - oder glaubt wirklich irgend jemand im Ernst, dass sich Ponta und seine Genossen dieses für sie persönlich gute Geschäft von irgend jemand wegnehmen lassen?
Joachim, 27.09 2013, 12:57
Es wäre noch darauf hinzueisen, dass acht der angereisten Abgeordneten es sich am Dienstagabend nicht nehmen liessen, auf Kosten der RMGC ausgiebig bis in die Morgenstunden zu feiern. Soviel zur Neutralität dieser Personen.
Manfred, 27.09 2013, 10:56
Ponta hat in den letzten Wochen mehrfach die Meinung geändert,da gibt es nach außen hin nichts mehr zu retten-den Ruf hat er selbst ruiniert.

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