Parteitag der Nationalliberalen im Parlamentspalast

Klaus Johannis hat alle Chancen, Vorsitzender zu werden

Samstag, 28. Juni 2014

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Gestern hat im Parlamentspalast der Parteitag der Nationalliberalen Partei (PNL) begonnen, der zwei Tage dauert. Ein Punkt auf der Tagesordnung ist die Annahme des neuen Parteistatuts.
Darin ist vorgesehen, dass die PNL 31 stellvertretende Vorsitzende haben wird, sie werden vom Parteitag namentlich gewählt und nicht auf einer Liste. Der Generalsekretär wird nicht vom Parteitag gewählt, sondern auf Vorschlag des Parteivorsitzenden vom Nationalen Politischen Büro ernannt.

Klaus Johannis, der bisherige interimistische Vorsitzende, hat die besten Aussichten, zum Vorsitzenden der PNL gewählt zu werden. Er hat die Zustimmung der meisten Kreisverbände, die das bisher öffentlich erklärt haben. Sein einziger Gegenkandidat ist Senator Ioan Ghişe.

Der Parteitag muss die weiteren Schritte klären, die zu einer eventuellen Fusion der Nationalliberalen mit den Liberaldemokraten (PDL) führen sollen. Im Vorfeld wurden Stimmen laut, dass die PNL-Leute zuerst untereinander einig sein sollten, bevor sie an Fusionen denken.

Was die Festlegung des Präsidentschaftskandidaten der Rechten betrifft, äußerte Crin Antonescu, dass auf diesem Parteitag nichts Endgültiges festgelegt werden kann. Er selber bestehe nicht auf dieser Kandidatur, wenn es aber von ihm verlangt werde, trete er an. Der gemeinsame Kandidat der Rechten soll durch Meinungsforschungsinstitute ermittelt werden.

Kommentare zu diesem Artikel

Linares, 29.06 2014, 16:58
@Helmut; Niemand bestreitet Ihnen das Recht, bedingungsloser Nickneger der PSD zu sein - es ist Ihre persoenliche Entscheidung. Jenseits dieser von Ihnen so heiss geliebten Partei und deren unsaeglichem V.V. Ponta gibt es aber noch eine Menge Leute, die explizit die Absicht haben, diese von Korruption und Vetternfilz durchsetzte Vereinigung ( sorry: "politische Partei") an ihrem volks - und landesschaedlichen Wirken zu hindern. Dazu zaehlen dann Leute wie Blaga, Antonescu und der von Ihnen als "Wunderwuzzi" (what's that?) titulierte Johannis. Auch wenn man auf dem rechten Auge blind ist, was man bei Ihnen bedauerlicherweise unterstellen muss, wird wohl niemand dem "Deutschen" Johannis seine Erfolge inbesondere im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung seines Einflussbereiches absprechen koennen. Wer dernn sonst als jemand, der Erfolge vorweisen kann, kommt fuer die Praesidentschaftskandidatur infrage ? Ist es Ihnen zuzumuten, einmal aufzulisten, wo denn die Erfolge V.V. Ponta zu sehen sind ? Ich fuerchte, da wird Ihnen wenig einfallen; ausser dass er ein hintertriebener Politstratege ist, der jegliche Opposition im Keim ersticken will. Hat der erst einmal freie Hand, wird die stalinistische Gleichschaltung vorangetrieben. Hatten wir das nicht schon einmal und ist es nicht das legitime Recht der Opposition, sich zusammenzuraufen, um genau das zu verhindern ?
Manfred, 29.06 2014, 12:09
Das Dir es nicht gefällt,lieber Helmut,das sich PNL+PDL wieder annähern(oder mehr) verstehe ich.Nur wenn sich die Opposition einig ist,kann sie etwas gegen die Regierung unternehmen.Das sie das nicht kampflos hinnimmt(auch logisch),beweist z.B. die Zusammenarbeit mit Tariceanu.Leider versteht es ein Großteil der Bevölkerung in RO nicht...
Helmut, 28.06 2014, 14:13
Was für ein verrückter Verein diese PNL.Zuerst bekämpfen sie die PDL bis aufs Messer und jetzt biedern sie sich wieder an.Eine Schnapsidee den Präsidentschaftskandidaten durch ein Meinungsforschungsinstitut ermitteln zu lassen.Diese Idee zeigt in welchem erbärmlichen Zustand sich diese Partei befindet.Interessant ist die Aussage des Crin Antonescus,daß er nicht mehr auf eine Kandidatur bestehe.Dieser Knabe dürfte erkannt haben,daß er nie das mehrheitliche Vetrauen der Wähler erlangen würde.Wahrscheinlich wird sich langsam aber sicher der Wunderwuzzi Johannis, mit Unterstützung seiner 31 !!!!!!! Stellvertreter, in Stellung bringen......"Das beauftragte Meinungsforschungsforschungsinstitut wird ihm schon als Wunschkandidat liefern".....
Armin, 28.06 2014, 09:54
Ein Parteivorsitzender mit einunddreißig Stellvertretern. Eine Primzahl : nur durch sich selbst teilbar, durch keine andere Zahl - die Macht will der Vorsitzende doch auch nicht wirklich teilen, außer mit sich selbst).
Vielleicht auch deshalb genau 31, weil dann, neben dem ganzjährigen Johannis, rechnerisch jeden Tag eines Monats ein anderer Stellvertreter sich aufspielen kann.
Die Krönung des Populismus ist, dass die rumänischen Meinungsforschungsinstitute den Präsidentschaftskandidaten ermitteln sollen. Mein Vertrauen ist da grenzenlos, bodenlos. O in welchen Zeiten leben wir?

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