Passion für die Geschichte

Brukenthaler gewinnen die Kreisphase des Geschichtsforschungswettbewerbs

Freitag, 25. Mai 2012

Wettbewerbssieger Dorothea Iach und Cristian Hadăr mit dem Lehrer Ioan Popa.
Foto: Andrey Kolobov

Hermannstadt - Die Kreisphase des landesweiten Schülerwettbewerbs in Geschichtsforschung versammelte am Mittwoch im Brukenthalgymnasium 18 Jugendliche aus dem Kreis Hermannstadt/Sibiu. Schülerinnen und Schüler aus Heltau/Cisnădie, Freck/Avrig, Mediasch, Mârşa sowie aus vier Hermannstädter Lyzeen stellten die Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Forschung vor. Die Themen der Referate reichten von südamerikanischen Völkern über allgemeine Fragen der Geschichte, wie zum Beispiel die Gegenreformation, bis hin zu der konkreten ethno-linguistischen Problematik an der Franziskanerinnenschule in Hermannstadt, der Beziehung zwischen Mihai Eminescu und Veronica Micle oder der Verwendung der rumänischen Sprache in den Handelsverträgen in Genua im Jahr 1360.

Die Bewertung der Vorträge oblag einer Kommission, die aus den Hermannstädter Geschichtelehrerinnen Daniela Mate und Daniela Rotărescu bestand und von der zuständigen Inspektorin, Teodora Helju, geleitet wurde. Die Juroren bewerteten nicht nur den wissenschaftlichen Teil der Arbeit, sondern auch deren Präsentation. Mit der Letzteren hatte kaum ein Wettbewerbsteilnehmer ein Problem. Die meisten Schüler zeigten hervorragende Kenntnisse im Umgang mit dem PC und dem PowerPoint. Bedauerlicherweise litt darunter der wissenschaftliche Zugang zum Thema der Arbeit. Einige Schüler gaben sich mit der Verwendung von Internetquellen, zum Beispiel Wikipedia, zufrieden. Im Gegenzug investierten sie viel mehr Zeit in die aufwändige Gestaltung der Präsentation.

Das unverfälschte Interesse für die Geschichte zeigten hingegen die Vertreter des Brukenthalgymnasiums Dorothea Iach und Cristian Hadăr, beide Elftklässler. Ihre Referate zur „Jüdischen Gemeinschaft in Hermannstadt am Anfang des 20. Jahrhunderts“ beziehungsweise zur „Nutzung der Fotografie als historisches Dokument“ sind sowohl hervorragend recherchiert als auch beinahe makellos präsentiert worden. Die höchste Bewertung seitens der Kommission brachte den beiden jungen Historikern die erste und zweite Platzierung ein. Dorothea und Cristian werden gemeinsam mit ihrem Lehrer, Ioan Popa, den Kreis Hermannstadt bei der Landesphase des Wettbewerbs in Buzău vom 18. bis 21. Juni vertreten.

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