Personalfluktuation beeinträchtigt Zusammenarbeit

GEC Nera schließt Projekt zur Verbesserung der Akzeptanz von Naturschutz ab

Mittwoch, 03. September 2014

In ihrer jüngsten Pressemitteilung weist Doina Mărgineanu, die Pressesprecherin der Ökogruppe für Zusammenarbeit „GEC Nera“ aus Orawitza, auf den am 9. September anstehenden Abschluss des diesjährigen, fünf Monate umfassenden Projekts im Zusammenhang mit dem Bigăr-Wasserfall hin. Durch die dem Wasserfall gewidmete Aufmerksamkeit sollte die Akzeptanz der lokalen Gemeinschaften für die Naturschutzauflagen im Nationalpark Nera-Klamm –Beu{ni]a-Wasserfälle gesteigert werden.

Partner der Orawitzaer Umweltschutzorganisation waren, wie so oft, das Orawitzaer Lyzeum „Mihai Novac“ und das Lyzeum von Neumoldowa/Moldova Nouă „Clisura Dunării“. Finanziert wurde das Projekt von zwei der permanenten Unterstützer der Aktionen der Orawitzaer Umweltschützer: der Stiftung für Partnerschaft (Fundaţia pentru Parteneriat) und der Tankstellenkette MOL Rumänien.

Abgewickelt wurde das Projekt im Rahmen des Programms „Grünflächen – Geschützte Naturräume“ und es enthielt u. a. die Absteckung von „Mini-Lehrpfaden zur Förderung des Ökotourismus im Raum des Naturschutzgebiets Nera-Klamm – Beuşniţa-Wasserfälle“, vor allem im näheren Umfeld des Bigăr-Wasserfalls, der, seit er auf einer amerikanischen Website zu den „zehn schönsten Wasserfällen der Welt“ aufgelistet wurde, einen wahren Ansturm an Besuchern erfährt. Vergangenen Donnerstag um die Mittagszeit konnten auf dem Parkplatz direkt beim 45. Breitengrad, aber auch einige Hundert Meter weiter bachaufwärts Richtung Steierdorf-Anina, rund 65 geparkte Fahrzeuge gezählt werden – und dies trotz der Tatsache, dass die Forstverwaltung, die für die Naturschutzareale verantwortet, seit diesem Jahr von jedem Besucher bei der Holzbrücke über den Minisch-Bach durch einen als Förster gekleideten Parkwächter ein Eintrittsgeld von 5 Lei fordert.

GEC Nera hatte im Rahmen des Projekts heuer am 22. Mai hier auch den „Tag der Artenvielfalt“ gefeiert und ein paar Kilometer den Minisch-Bach flussaufwärts Ausbildungslager für Junior-Ranger organisiert. Diese kamen, sozusagen als Prüfung zum Schluss des jeweiligen Ranger-Lagers, auch als Wanderführer im Park und vor allem im Raum der Bigăr-Quelle und des gleichnamigen Wasserfalls zum Einsatz. Aber sie fuhren auch in die Ortschaften im und rund um den Raum des Naturschutzgebiets und führten Gespräche mit den Bewohnern über Sinn und Nutzen von Schutz und Konservierung geschützter Areale.

GEC-Nera-Presseprecherin Doina Mărgineanu weist auf ein großes Problem in der Zusammenarbeit der Naturschützer mit den staatlich beauftragten Verwaltern der geschützten Gebiete hin: die große Personalfluktuation an der Spitze der Verwaltung dieser Areale. Allein in den fünf Monaten der Abwicklung des Projekts, das kommende Woche abgeschlossen wird, habe es an der Spitze des Nationalparks Nera-Klamm – Beuşniţa-Wasserfälle drei Direktoren gegeben (also von April bis September 2014!), die sukzessive vom Nationalen Regiebetrieb ROMSILVA ernannt und bald darauf wieder abgesetzt wurden, was es sowohl dem fest angestellten Personal von GEC Nera, vor allem aber den Jugendlichen, die von den Orawitzaer Umweltschützern in die Problematik und Praxis des aktiven Umweltschutzes eingeführt werden, faktisch unmöglich machte, auch nur in Ansätzen zu einer ersprießlichen Zusammenarbeit mit Perspektive zu kommen. Nach wie vor ist die Kommunikation mit der Leitung des Parks an erhebliche Schwierigkeiten gebunden. Jeweils dann, wenn anfängliche Hürden in der Kommunikation überwunden waren, musste mit einem neuen Direktor neuerlich „ein Weg des Verstehens und des Verständnisses“ gefunden werden, wobei aber, so die Pressesprecherin, das Projekt trotzdem zu einem guten Ende geführt wurde und sein Ziel, so wie im Antrag beschrieben, erreicht hat.

Für 2015 bereitet GEC Nera weitere Projekte im Rahmen desselben Finanzierungsrahmens vor. Im kommenden Jahr will man sich auf die Karasch-Klamm oberhalb der Kroatengemeinde Kraschowa/Caraşova und auf das Engtal des Rudăria-Baches oberhalb von Eftimie Murgu/Rudăria (das „Tal der Wassermühlen“) konzentrieren.

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