Personalmangel im Kreisspital

Temeswarer Kreiskrankenhaus: Fast täglich eine Kündigung

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Temeswar - Die Leitung des Temeswarer Kreiskrankenhauses, des größten Krankenhauses des Landkreises Temesch und der rumänischen Westzone, bleibt von den chronischen Leiden des rumänischen Gesundheitswesens nicht verschont: Dem schon seit einiger Zeit akuten Personalmangel scheint man selbst mit den entsprechenden Maßnahmen nicht mehr beikommen zu können. Die Hauptgründe dafür, wie übrigens landesweit, wären die kleinen Gehälter aller Personalkategorien und der daraus entstehende Weggang in den Westen, wo weit höhere Löhne und bessere Arbeits- und Lebensbedingungen winken.

Ein zusätzlicher negativer Effekt ergab sich im Temeswarer Kreiskrankenhaus durch die hierzulande üblichen bürokratischen Verzögerungen: Das Budget wurde heuer sehr spät bzw. Ende des Monats August genehmigt und unterzeichnet, so dass man im Temeswarer Kreisspital erst im Monat September erste Neueinstellungen starten konnte.
Laut Marius Craina, dem Manager des Temeswarer Kreiskrankenhauses, hatte man dessen ungeachtet gehofft, dem Personalmangel mit dem Wettbewerb für die Besetzung von 400 Arbeitsstellen im Kreisspital irgendwie beizukommen. Das Ergebnis ist mehr als besorgniserregend und zeigt eine anhaltende negative Entwicklung an: Es konnten nur 200 Personen eingestellt werden. Die Effizienz dieser Wettbewerbe, die monatlich veranstaltet wurden, lag demnach bei 50 Prozent.

Freie Arbeitsstellen gab es und gibt es also weiterhin im Temeswarer Kreisspital für alle Personalkategorien bzw. Ärzte, Krankenschwestern, Krankenpfleger und -träger, Fahrstuhlführer sowie Raumpfleger. Vor allem an Pflegepersonal, so auch unerwartet bei Raumpflegerinnen, fehlt es im Temeswarer Kreisspital in allen Abteilungen. Die Leitung des Krankenhauses scheint völlig überfordert zu sein. Ein stärkerer Zugang von Personal ist trotz Sondermaßnahmen nicht zu erwarten und dem Weggang vor allem der Ärzte und Krankenschwestern kann man seit längerem keinen Riegel mehr vorschieben. Tatsache ist, dass fast jeden Tag eine neue Kündigung bei der Leitung des Krankenhauses einläuft.

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