Plädoyer fürs Mangalitza-Schwein

Landwirtschaftskammer ermutigt Landwirte, alte Schweinerasse wieder zu züchten

Donnerstag, 15. Mai 2014

Reschitza - Am vergangenen Wochenende fand in Recea bei Baia Mare das „Mangalitza-Festival” statt, veranstaltet vom Verein der Produzenten Traditioneller und Ökologischer Erzeugnisse Maramureş/Marmarosch und dem Rathaus der Gemeinde Recea. Neben zahlreichen Praktikern – Viehzüchtern und Landwirten sowie Metzgern – hatten die Veranstalter auch Persönlichkeiten der Landwirtschafts-Hochschullehre und Ernährungsfachleute zu Gast. Unter anderen waren der Ex-Landwirtschaftsminister, Hochschullehrer Valeriu Tabără aus Temeswar angereist, der Klausenburger Hochschullehrer Cornel Man, der sich auf die Mangalitza-Rasse spezialisiert hat, und der Ernährungspapst Rumäniens, Dr. Gheorghe Mencinicopschi. Eingeladen waren auch Leiter der Landwirtschaftskammern aus dem gesamten Land. Aus dem Banater Bergland war Pavel Nefir, der Geschäftsführer der dem Kreisrat untergeordneten Landwirtschaftskammer Karasch-Severin, mit dabei.

Er verstand sich als Botschafter des halben Dutzend Mangalitza-Züchter des Banater Berglands, erklärte er bei seiner Rückkehr, und er brachte die Kontakte zu den Züchtern von Mangalitza-Ferkeln mit, die gegenwärtig in Rumänien aktiv sind. Auf einer Pressekonferenz machte Pavel Nefir die Apologie des Mangalitza-Schweins, mit seinem etwas dunkelroteren Fleisch, das viel weniger Wasser enthält als jenes hochgezüchteter Schweinerassen und sich deshlb auch viel besser hält und das bis zu 35 Prozent weniger Cholesterin enthält, seinem Omega3-haltigen Speck mit zahlreichen gesättigten Fettsäuren (Beiname des Mangalitza-Schweins unter Ernährungswissenschaftlern: das „Lachs-Schwein”) und mit einem niedrigeren Verflüssigungspunkt als sonstiger Schweinespeck. „Da wir fast schon zu spät draufgekommen sind, dass das Mangalitza-Schwein am Verschwinden war, kann ich nur dafür plädieren, dass je mehr Landwirte sich wieder dieser alten und genügsamen Schweinerasse zuwenden, die sich auch hervorragend für die Freilandhaltung eignet und ein hochwertiges Fleisch liefert”, sagte der Geschäftsführer der Landwirtschaftskammer Karasch-Severin.

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