Platz für drei LKW-Ladungen

Hermannstädter Papageno-Stiftung weihte neues Lager ein

Samstag, 25. Mai 2013

Rund 50 Gäste feierten mit dem Papageno-Vorstand Robert Jacqueroud (re.) die Einweihung der Halle. Foto: Holger Wermke

Hermannstadt - Bis unter die Decke stapeln sich im Lager der Papageno-Stiftung im Hermannstädter Stadtteil Neppendorf/Turnişor die Hilfsgüter. Etwa alle sechs Wochen schicken die Vereinsmitglieder aus der Schweiz einen LKW mit Hilfsgütern aller Art. Für die Papageno-Vertreter in Hermannstadt/Sibiu jedesmal ein Glücksfall, doch ein Problem blieb: der Platz für die Lagerung reichte nicht mehr aus.

In den vergangenen Wochen entstand daher im Hof des Vereinssitzes ein neues Lagergebäude, das am Donnerstag mit einer kleinen Feierstunde eingeweiht wurde. Gleich zur Eröffnung des neuen Lagers gab es den Härtetest: Ein Sturzregen prasselte während der Zeremonie auf das Dach und übertönte manches Wort der Ansprache und auch die vier Gastmusiker der Hermannstädter Philharmonie hatten ihre Schwierigkeiten, gegen die Geräuschkulisse anzuspielen.

Die Anwesenden nahmen das Wetterunbill mit Humor. Robert Jacqueroud, Vorsitzender des Papageno-Vereins in Rumänien, freute sich, dass „wir jetzt ohne Probleme Spitalbetten, Matratzen, Schulmobiliar, Rollstühle und anderes lagern können“. Der 180 Quadratmeter große Anbau biete Platz für bis zu drei LWK-Ladungen. Insgesamt wurden in die Erweiterung etwa 20.000 Euro investiert, meinte Jacqueroud.

Drei Viertel dieser Summe steuerte das deutsche Logistikunternehmen Fiege bei. Im Rahmen eines Nachwuchskräfte-Programms sammelten 13 junge Mitarbeiter des Unternehmens aus Italien, Spanien, Schweiz, Frankreich, Deutschland, Russland und Polen Geld für das Papageno-Lager und halfen in den vergangenen Tagen bei der Fertigstellung der Halle. Eigens angereist war Firmenchef Felix Fiege, der es „sehr beeindruckend“ fand, was die rumänisch-schweizerische Stiftung in Hermannstadt und Umgebung leistet.

Nach diesen Worten segneten der evangelische Pfarrer Dietrich Galter und sein orthodoxer Amtskollege Ioan Coşa die Halle. Kinder des Papageno-Angebots „După Şcoală“ boten den rund 50 Gästen ein Ständchen.

Papageno unterstützt seit 21 Jahren Notküchen, Kinder- und Altersheimen, bietet Kindererziehung und betreibt in Neppendorf einen Dress-In zur Kleiderversorgung Bedürftiger.

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