Poli fährt ersten Saisonsieg ein

Immer mehr Insolvenzgerüchte um Steaua

Dienstag, 28. Juli 2015

Das erste Tor und die ersten drei Punkte nach ihrem Wiederaufstieg in die Erste Rumänische Fußballliga schrieb Poli Temeswar im Montagsspiel des dritten Spieltages auf ihr Konto. Robert Elek war der Torschütze, der nach Vorarbeit von Ianis Zicu den FC Boto{ani bezwang und damit nach zwei knappen Niederlagen einen ebenso knappen Sieg einfuhr.

Nach den beiden Auftaktniederlagen läuteten in Temeswar bereits die Alarmglocken. Der derzeit gesperrte Trainer Dan Alexa nahm mehrere Umstellungen in der Startelf vor, doch so einfach war das mit dem Umsetzen jedoch nicht. Den beiden für die Anfangsformation nominierten Alexandru Curtean und Andrei Artean verweigerte Schiedsrichter Ovidiu Haţegan wegen Fehleintragungen in ihren Spielerausweisen den Antritt.

Genau genommen mussten bereits vor Anpfiff der Partie erste Auswechslungen vorgenommen werden. Es sei eine gemeinsame Schuld des Temeswarer Vereins und der Profi-Liga gewesen, dass es zu dieser Panne kommen konnte, sagte Poli-Sportdirektor Daniel Stanciu. Den Schuldigen im Verein nannte er zwar nicht namentlich, versprach jedoch „drastische Maßnahmen“.

Nach drei Spieltagen liegt der rumänische Fußball-Vizemeister ASA Neumarkt mit sieben Zählern in der Tabelle vorne, gefolgt von der punktgleichen CSMS Jassy. Auf den Plätzen 3-4 rangieren die Bukarester Mannschaften Steaua und Dinamo, die zwar noch keine Niederlage hinnehmen mussten, trotzdem aber fast die Hälfte aller zu vergebenen Punkte liegen gelassen haben.

Immer mehr kursieren in Kennerkreisen die Gerüchte, dass Steaua Bukarest näher an einer Insolvenz stehe, als dies anzunehmen ist. Vor allem, falls die Doppelbegegnung gegen Partizan Belgrad nicht in die Play-Off-Runde der Champions-League führen würde und folglich Steaua zumindest einen Europa-League-Platz sicher hätte, könnte der Geldgeber Gigi Becali Insolvenz beantragen, orakeln derzeit viele im Umfeld des rumänischen Fußballs. Becali selbst hatte davon gesprochen, dass zehn Millionen Euro auf den Vereinskonten seien und wenn diese aufgebraucht sind, die Pleiteerklärung folge. Weitere Verstärkungen wollte er mit den Aussichten auf ein Weiterkommen in den europäischen Pokalwettbewerben abhängig machen.

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