Polizeieinsatz im Kreisrat Karasch-Severin

Wegen Verdacht auf tätliche Auseinandersetzung wurde die Polizei gerufen

Freitag, 09. März 2018

Reschitza – Dass es mit der Müllentsorgung im Banater Bergland nicht zum Besten steht, darauf wurde in der ADZ wiederholt hingewiesen, vor allem, weil die Übergabe der Zentralen Müllverarbeitungsanlage in Lupak sich über Jahre hingezogen hat und weil das Abfallmanagementsystem Karasch-Severin bis heute nicht voll funktionsfähig ist (das Almasch- und das Donautal sind immer noch nicht angeschlossen). Dazu hat sich wiederholt Kreisratsvize Ionuţ Popovici, der im Kreisrat dafür Verantwortliche, geäußert, zuletzt auf der Tagung des Konsultativrats der Senioren.

Keinmal war in den vergangenen Monaten bei einer Aussprache über das Abfallmanagement ein direkt Verantwortlicher des Kommunalentwicklungsverbands ADI Intercom De{euri anwesend, weder der Aufsichtsratsvorsitzende Luca Mălăescu, noch der Direktor Daniel Borduz. Dienstag traf Borduz mit Kreisratsvize Popovici im Büro des Chefjuristen des Kreises, Darian Ciobanu, zusammen. Und es sprühte Funken.

Die beiden waren in Streit geraten wegen ADI Intercom De{euri und dem lückenhaften Management des Mülls im Banater Bergland. Was genau sie sich vorwarfen, ist nicht bekannt, wohl aber, dass das Geschrei und Poltern im Büro des Chefjuristen so groß war, dass jemand aus dem Kreisratsgebäude über die Notfallnummer 112 die Polizei herbeirief.

Dinu Nicorici, der Polizeisprecher, stellte das so dar: „Um 9.42 Uhr ging ein Anruf über 112 bei uns ein. Ein Mann meldete, dass im Kreisrat Karasch-Severin gerade eine heftige Auseinandersetzung ausgetragen wird. Der Mann ist kein Angestellter des Kreisrats.“ Die Polizei schickte ein Einsatzteam der Munizipalpolizei zum Kreisrat. Diese stellte vor Ort Befragungen an, um die Sachlage zu klären und eventuelle Schuldige auszumachen.

Die beiden Streithähne, Popovici und Borduz, erklärten übereinstimmend, dass in der Tat im Büro des Kreisratssekretärs eine „etwas hitzigere Aussprache“ stattgefunden habe, „aber nicht mehr“ (im Kreisrat wurde kolportiert, dass die beiden mit Stühlen aufeinander losgegangen wären). „Es handelte sich bloß um eine Eskalation auf sprachlicher Ebene, jedwede Schlägerei und jedwede Rempelei seien auszuschließen. Man kann das keinen Skandal nennen“, erklärte Kreisratssekretär Darian Ciobanu, der einzige Augenzeuge.

Die beiden Streithähne verließen anschließend gemeinsam das Gebäude des Kreisrats.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*