Ponta stellt Ministerium für EU-Fördermittel in Aussicht

Băsescu soll wegen Schengen in Berlin intervenieren

Donnerstag, 20. September 2012

Bukarest (ADZ) - In der causa des vermasselten Schengen-Beitritts Rumäniens soll nun offenbar Staatschef Băsescu retten, was noch zu retten ist.
Er wünsche sich, dass Traian Băsescu seine „ausgezeichneten Beziehungen zu Bundeskanzlerin Angela Merkel“ einsetze und versuche, die diesbezüglichen Vorbehalte Berlins aus der Welt zu räumen, sagte Premier Victor Ponta am Dienstag in einem Fernsehinterview.

Über seine eigene Beziehung zum Präsidenten befragt, erläuterte Ponta, diese basiere eindeutig auf einer „fundamentalen persönlichen Abneigung“. Da Aversionen zwischen Politikern jedoch nichts Neues seien, gelte es eben, die jeweiligen Kompetenzen besser abzustecken – weshalb 2013 eine Verfassungsnovelle nötig sei.

Zu seinen am Vortag geführten Gesprächen in Brüssel sagte der Premier, die EU-Kommission erwarte von Rumänien derzeit „vor allem Ruhe“. Ponta hob erneut hervor, Barrosos 11-Punkte-Programm vollständig erfüllt zu haben – was die Kommission auf Anfrage der heimischen Presse allerdings nicht bestätigen wollte. Bezüglich der miserablen Absorptionsrate der EU-Fördermittel sagte Ponta, dass sein Kabinett nach den Parlamentswahlen die Einführung eines Ministeriums für EU-Fonds plane. Das neue Ressort soll offenbar das aktuelle Ministerium für Europäische Angelegenheiten ersetzen, da Europaminister Orban ab 2013 zu einer europäischen Institution wechselt.

Kommentare zu diesem Artikel

Ottmar, 21.09 2012, 13:58
Hallo Helmut,
das sehen die Politiker in Mitteleuropa etwas anders. Den Scherbenhaufen hat Dr Plagiat Ponta angerichtet. Gegen eine Aufnahme von Bulgarien in den Schengen Raum gibt es anscheinend weniger Vorbehalte. Hier hats auch keine so starke Rechtsbeugung wie unter dem Plagiator Ponta in Rumaenien gegeben.
Rudi, 21.09 2012, 11:04
Da hast Du Rechrt lieber Helmut, nur das mit dem Charakter von Basescu, das wird nicht so einfach funktionieren, denn wenn er sowas hätte, dann wäre er ja freiwillig zurückgetreten !
Kommentar duese......... na ja????
Helmut, 20.09 2012, 15:38
Diese Krise hat Basescu hervorgerufen,in dem er die Rechte der Parlamentarier beschränken wollte,er war der Verursacher dieser Causa.Zusammen mit der Marcovei(sehr eng mit Frau Merkel verbunden) hat er Rumänien,um an der Macht bleiben zu können ,in der ganzen Welt ins schiefe Licht gesetzt.Wer geglaubt hat das Rumänien vor 2013/14 dem Schengenvertrag beitreten könnte(ob mit oder ohne Basescu),irrt.Ein Beitritt vor diesem Datum war in Wirklichkeit nie geplant und wurde/wird daher mit den fandenscheinigsten Begründungen immer wieder abgelehnt.Herr Ponta hat schon Recht,der Basescu soll von dem Scherbenhaufen,welchen er angerichtet hat,jetzt wieder etwas gut machen.Das ist er der Bevölkerung schuldig,er soll einmal in seinem Leben Charakter zeigen.Herr Ponta steht mit seiner Abneigung gegenüber Basescu nicht alleine,7.4 Millionen haben auch Vorbehalte gegenüber seiner Person.
duese, 20.09 2012, 13:47
Mal wieder ein wunderbares Beispiel dafür, wie Ponta wie ein unschuldiges Kind vor dem selbst angerichteten Scherbenhaufen sitzt und verlangt, dass sein persönlicher Erzfeind Basescu das wieder richten soll, was Ponta mit rechtsstaatlich höchst dubiosen Mitteln selbst eingerissen hat: Das Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit Rumäniens.
"Traian, ich hasse Dich, aber mach bitte alles wieder gut."

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