„Portraits der deutschen Minderheit“

Fotoausstellung im Deutschen Kulturzentrum Kronstadt

Freitag, 21. November 2014

Kronstadt - „Portraits der deutschen Minderheit“ ist der Titel einer Fotoausstellung die am Mittwoch, 26. November, um 16 Uhr, im Deutschen Kulturzentrum Kronstadt (DKK), Langgasse 31, eröffnet wird. Die Ausstellung ist Teil eines Projektes, das von dem Jugendzentrum Seligstadt der Jugendbewegung Fogarasch und dem Fotoklub Fogarasch durchgeführt und von dem deutschen Bundesministerium des Inneren gefördert wurde. Mitbeteiligt am Projekt ist auch das Deutsche Kulturzentrum Kronstadt, das bekanntlich in diesem Jahr ein Jahrzehnt seit seiner Gründung begeht. Gezeigt werden 29 Schwarz-Weiß-Fotos, die bei einem Fotoworkshop in Bekokten/Bărcut entstanden sind, der in der Zeitspanne 31. Oktober – 5. November stattfand und an dem sich zehn Jugendliche (unter ihnen auch drei Kronstädter) beteiligt hatten. Dabei sollten die Teilnehmer auch näher die Arbeit mit den Mitteln der analogen Fotografie kennenlernen, obwohl oder gerade weil sich heute die Digitalfotografie durchgesetzt hat. Alexander Nutz, ifa-Kulturmanager in Fogarasch und Leiter des Workshops, macht einen ungewöhnlichen Vergleich zwischen Analogfotografie und deutsche Minderheit in Rumänien: „Die analoge Fotografie schlägt hier gewisser-maßen Parallelen zur deutschen Minderheit.

Ihre Existenz gerät in Vergessenheit, sie ist aber dennoch da.“ In Bekokten und Seligstadt trafen die Workshop-Teilnehmer einige der wenigen noch da lebenden Siebenbürger Sachsen, die nun stellvertretend für die deutsche Minderheit in Rumänien gelten. Es entstanden nicht nur Schwarz-Weiß-Fotoporträts sondern auch kurze Dokumentationen in Form von Interviews, kleinen Geschichten der Porträtierten „mit dokumentarischem Ansatz“, wobei auch „künstlerische Einflüsse“ angestrebt wurden, wie es in einer Pressemitteilung der Veranstalter heißt. Das Medium Fotografie sollte auch den Kontakt zwischen den Generationen (jüngere Fotografen – ältere Fotografierte) erleichtern. Berücksichtigt wurde bei dieser Dokumentation sowohl die  Vergangenheit, als auch ide Gegenwart und Zukunft. Die Teilnehmer am Workshop bieten einen Einblick in den Alltag der Sachsen aus den beiden Ortschaften im Fogarascher Land; gleichzeitig kann  der Besucher der Ausstellung sich eine Meinung bilden, wie die jungen, größtenteils wahrscheinlich nicht zu dieser Minderheit gehörenden Hobbyfotografen das Thema „deutsche Minderheit heute“ angegangen haben. Das Ergebnis dieser Ansätze und Versuche kann nun im Deutschen Kulturzentrum bis zum 15. Dezember gesehen werden.

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