Positiver Trend beim Kindergarten

Klaus Johannis sprach auf der Mitgliederversammlung des Hermannstädter Forums

Donnerstag, 28. November 2013

Die Dezentralisierung sei eine kleine Reform, die er für wichtig und richtig halte, sagte Klaus Johannis (r.). Foto: Holger Wermke

Hermannstadt - Der Kindergarten des Hermannstädter Forums läuft rund. Seit September sind neue Erzieherinnen angestellt und dank der größeren Kinderzahl erwartet das Forum 30 Prozent höhere Einnahmen. „Wir dürfen hoffen, dass der Kindergarten einen Standard erreicht, wie wir ihn seit Jahren wünschen“, kommentierte der Vorsitzende des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt/Sibiu (DFDH), Dr. Hans Klein. Mit dieser positiven Entwicklung begann Klein seinen Bericht auf der zweiten Mitgliederversammlung des DFDH in diesem Jahr. Rund 70 Mitglieder waren der Einladung des Vorstandes gefolgt. Unter den Teilnehmern waren auch der Vorsitzende des Landesforums, Dr. Paul-Jürgen Porr, der Vorsitzende des Siebenbürgenforums, Martin Bottesch, sowie Bürgermeister Klaus Johannis.

Letztgenannter informierte auf Bitte von Klein über die politische Lage im Land sowie seine politische Tätigkeit. Durch seine Funktion in der PNL habe er direkten Kontakt zu Politikern, die „in Bukarest das Sagen haben und zur Regierung“. Direkt impliziert war er in den vergangenen Monaten in die Diskussionen um Dezentralisierung und Regionalisierung. Als Verhandlungsführer der Liberalen in der Regierungskommission. „Es ist eine kleine Reform, die ich für wichtig und richtig halte“, urteilte Johannis. Die Regionalisierung wird nach seiner Auffassung noch auf sich warten lassen. Die Einführung von Verwaltungsregionen bedarf einer Verfassungsänderung, was ein komplizierter Prozess sei und politischen Willen erfordere. Der Hermannstädter Bürgermeister bekannte sich als Befürworter der Regionalisierung, da bislang Strukturen fehlten, um beispielsweise die Wirtschafts- oder Infrastrukturentwicklung effizient zu organisieren.

Effizienter organisiert werden soll auch die Jugendarbeit des Hermannstädter Forums, wie Hans Klein mitteilte. Seit September arbeit Kulturmanagerin Martina Friedsmann vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) beim Forum. Die junge Frau soll bis Mitte nächsten Jahres ein Konzept für die Jugendarbeit erstellen und die Jugendarbeit auf „eine neue Stufe heben“. Die im Frühjahr angedachte stärkere Einbindung von Mitgliedern mittleren Alters in die Forumsarbeit ist bislang nicht voran gekommen. In den vergangenen Monaten finanzierte das DFDH die Herausgabe dreier Bücher, und zwar „Die alten siebenbürgischen Familiennamen“ und „Aus Urkunden und Chroniken. Kreis Hermannstadt He-J“. In Kürze soll die rumänischsprachige Fassung eines Buches über die Elektrifizierung im Kreis Hermannstadt. Die Mitglieder nahmen den Haushaltsvoranschlag an, der Einnahmen von 1,46 Millionen Lei vorsieht, bei Ausgaben von 1,44 Millionen Lei.

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