Präsident wegen Konsequenzen regionaler Instabilität besorgt

Eskalation der Ukraine-Krise beeinträchtigt Wachstum

Freitag, 25. April 2014

Bukarest (ADZ) - Präsident Traian Băsescu hat am Mittwoch vor den Konsequenzen einer weiteren Eskalation der Ukraine-Krise gewarnt, nachdem der russische Außenminister Sergej Lawrow den Behörden in Kiew erstmals offen mit einem Militärschlag wie in Georgien drohte, sollte in der Ostukraine gegen russische Interessen verstoßen werden.

Sofern es tatsächlich zu einem Militärschlag Russlands gegen die Ukraine käme, wären die Auswirkungen auf die gesamte Region „dramatisch“ – diese würde nämlich von den Märkten als Instabilität eingestuft werden, was nolens volens auch auf das Wirtschaftswachstum abfärbe, sagte der Staatschef in einem Gespräch mit der Tageszeitung „Adevărul“.  Băsescu betonte, einen bewaffneten Konflikt in der Region oder gar einen Militärschlag gegen einen NATO-Staat nach wie vor auszuschließen, mahnte aber eine Optimierung der eigenen Verteidigungskapazität an.

Zwar seien die rumänischen Streitkräfte gut geschult, was sie bei ihren internationalen Friedenseinsätzen bestens unter Beweis gestellt hätten, doch ließe ihre Ausrüstung nach wie vor zu wünschen übrig. Ein weiteres Problem, mit dem sich der Oberste Verteidigungsrat derzeit auseinandersetze, sei die potenzielle Einberufung der Reservisten, sollte es die Lage jemals erfordern – viele von ihnen seien nämlich arbeitsbedingt längst in Italien, Spanien oder Deutschland, so der Staatschef.

Kommentare zu diesem Artikel

Sraffa, 28.04 2014, 20:33
Auf Rumänien hört man in dieser Angelegenheit nur weil das Land als Vermittler taugen könnte. Leider hat Basescu auch diese Möglichkeit der Profilierung nicht mehr da er ja Teil der "Achse Washington-London-Bukarest" sein möchte. Das Rumänische Militär existiert ja quasi nicht mehr und das ist gut so denn in den Händen solcher Irrwische wie Basescu könnte da nur Unheil geschehen. Moldawien muß auch nicht verteidigt werden da sich das Land mit den Russen seit Jahrhunderten recht wohlfühlt wie man an d en Aussagen der Staatsführung ablesen kann. Rumänien ist also zur Zeit in der Beste aller Welten .
Deutscher, 26.04 2014, 12:20
Es ist schon interessant was der gute Mann von sich gibt. Einst hat er von der Achse Washington London Bukarest gesprochen und damit alle anderen EU Partner diffamiert und jetzt möchte er mit dem Haufen der RO Armee die Freiheit an der EU Aussengrenze verteidigen, aber er kann nicht weil 2-3 Mio Landsleute ausser Landes sind. Und ist noch so dreist und vergleicht Friedeneinsätze mit mit möglichem Kriegseinsatz. Wenn da nicht die Soldaten bald nach der Mama schreien werden.

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