Präsidentschaftskandidaten zur Debatte eingeladen

Ponta lehnt eine Beteiligung ab, Johannis nimmt die Einladung an

Donnerstag, 06. November 2014

Temeswar – Marilen Pirtea, Rektor der West-Universität Temeswar, hat vor kurzem die zwei Präsidentschaftskandidaten, die an der Stichwahl teilnehmen werden, Klaus Johannis und Victor Ponta, zu einer öffentlichen Debatte in der Aula Magna der Universität eingeladen. Der genaue Tag, an dem das Treffen stattfinden soll, hätte festgesetzt werden sollen, nachdem die Kandidaten ihre Teilnahme bestätigt haben. 

„Unsere Universität hat gezeigt, dass sie die nötige Erfahrung im Organisieren solcher Veranstaltungen hat. Als Beweis stehen die Treffen während der Wahlkampagnen für lokale, parlamentarische und Europa-Wahlen. Diese empfehlen unsere Institution für die Rolle als äquidistanter Gastgeber“, so Marilen Pirtea in einer Pressemitteilung der West-Universität Temeswar. 

Klaus Johannis gab schon seine Zustimmung: „Ich begrüße die Initiative der West-Universität Temeswar (...). Das Prestige dieser Universität und der Kontext, in dem die Einladung gemacht wurde – und zwar soll ein realer Dialog über Themen stattfinden, die wichtig für die Bürger sind – haben mich überzeugt, den Vorschlag des Rektors Marilen Pirtea anzunehmen“, so Klaus Johannis in einer Pressemitteilung der National-Liberalen Partei, in welcher er seinem Gegner empfiehlt, dieselbe Entscheidung zu treffen: „Wenn er wirklich an einer Wahldebatte teilnehmen möchte, erwarte ich, dass Victor Ponta die Einladung der West-Universität annimmt und dass er damit einverstanden ist, dass beide Wahl-Teams die Themen besprechen und weitere Details dieser Debatte bestimmen“.

Im Weiteren ruft Klaus Johannis seinen Gegenkadidaten Victor Ponta auf, eine Entscheidung in dieser Hinsicht nicht lange zu verschieben und der Veranstaltung einer Debatte in diesem Umfeld zuzusagen: „Eine Debatte, zu der die gesamte Presse und alle TV-Sender aus Rumänien Zugang haben werden, inklusive die öffentlichen Sender“, so Klaus Johannis.  Victor Ponta hat kurz danach auf seiner Facebook-Seite die Einladung abgelehnt.

Der Grund für seine Entscheidung: „Jeder Ort in Rumänien ist für eine Wahldebatte legitim. Aber genau deshalb, weil man nicht überallhin gehen kann, sollte man die Medien als die globale Institution sehen, die die notwendige Debatte in die Häuser aller Rumänen bringen kann“. Einmal mehr lädt er Klaus Johannis zu den vier TV-Sendern ein, die in Übereinkunft mit ihm solch eine Debatte organisieren wollen und Pontas Zusage bereits haben. Victor Ponta versichert, dass diese Sender „eine weite Orientierungsbreite haben und ein extrem diverses Publikum“.

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