Preisstabilität fördert Immobilienhandel

Geringe Preisschwankungen normalisieren den westrumänischen Immobilienmarkt

Mittwoch, 09. April 2014

Reschitza - Der einzige Immobilienhändler Westrumäniens, der sowohl im Verwaltungskreis Temesch als auch in Karasch-Severin tätig ist, Bogdan Nănuţ, stellte sich nach mehreren Monaten wieder den Medien. Mit der guten Nachricht, dass es Anzeichen gibt für eine Normalisierung des Immobilienhandels, was vor allem eine Folge der geringen Preisschwankungen, zwischen 3 und 6 Prozent, sei, die er als „normal” und „Zeichen von Stabilität” bezeichnete. Diese Preisstabilität sei in seinen Augen auch die hauptsächliche Grundlage für seine Prognose, dass 2014 der in der zweiten Jahreshälfte von 2013 begonnene leichte Aufwärtstrend im Immobiliengeschäft anhalten wird. Zumindest in Westrumänien, wo er sich einiges an Kompetenzen in diesem Bereich zurechnet. Den Trend habe er sowohl im viel reicheren Verwaltungskreis Temesch, aber auch im Banater Bergland ausgemacht, versicherte Nănuţ und in den ersten drei Monaten von 2014 sei er sogar betonter gewesen.

Im ersten Jahresquartal seien nicht nur mehr Appartements, aber auch mehr Häuser und Grundstücke gehandelt worden. Vor allem die bislang wegen der starken Preisfluktuationen zögerlichen Direktakteure des Immobilienmarkts – Verkäufer und Käufer – seien „aus ihrer Starre” erwacht, meinte der Immobilienhändler, der, wie immer, seinem Bauchgefühl bei der Beurteilung der Tendenzen Vorrang einräumt – nicht ohne allerdings die nackten Zahlen aus den Augen zu verlieren. Selbstverständlich hat auch die Wiederbelebung des staatlichen Förderprogramms „Prima Casă” zu Neulancierung des Immobilienmarkts sein Schärfchen beigetragen, meint Bogdan Nănuţ, denn eine etwa 16prozentige Steigerung der Immobilientransaktionen in den vergangenen paar Monaten wird nicht nur durch Preisstabilität realisiert. Dazu sei auch makroökonomische und Rechtsstabilität nötig. Den größten Entfesselungssprung habe er unter den Stadtbewohnern ausmachen können, während die Landbewohner eher immer noch in ihrer „Geld-sicher-im-Strohsack” (banaterisch: „strujac”)-Mentalität verharren.

Interessant zu beobachten – aber schwierig zu erklären  –  sei auf dem Immobilienmarkt des Banats die Tatsache, dass Käufer und Verkäufer sich weniger um die „mikroökonomische Lage” (die Ortswirtschaft) oder um die Evolution der Gehälter scheren, wenn es um Verkaufs- oder Kaufabsichten geht. Vor etwa fünf Jahren sei das Niveau des Umsatzes im Immobilienhandel noch „eine Lotterie” gewesen, meint der Händler Nănuţ. Hingegen sei seine gegenwärtige Prognose über die weiteren Entwicklungen in diesem Jahr unschwer zu machen, da die Variablen des Marktes vorherseh- und berechenbar sind. Also: der Wachstumstrend werde anhalten, denn die Fluktuation der Preise wird sich bei den eingependelten 3-6 Prozent halten, im Rahmen der bekannten Preisgrenzen, die in jedem der beiden westrumänischen Verwaltungskreise konsekriert sind – zumindest, was Appartements und Grundstücke betrifft (bei den Häusern gibt es schon bei der Preisfestlegung viel mehr und schwieriger quantifizier- und verallgemeinerbare Variablen).

Am optimistischsten sieht Bogdan Nănuţ den Umsatz im Bereich der Zweizimmer-Appartements, dem stabilsten Marktsegment mit der höchsten Anziehungskomponente in Westrumänien. „Das ist sowohl für die Immobilienbesitzer, als auch für diejenigen, die es in diesem Jahr werden möchten, die wichtigste Ermutigung. Nach der sie konsequent vorgehen. In diesem Marktsegment rechne ich weiterhin mit bezeichnend massiveren Steigerungen.”

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