Premier Li: Ich glaube, dass Rumänien ein Tiger Europas wird

Ponta: Starkes Europa nur mit starken östlichen Mitgliedern

Donnerstag, 28. November 2013

Nach Angaben von Verkehrsministerin Ramona Mănescu (PNL) sollen erste „technische Gespräche mit den chinesischen Partnern“ über den Bau einer Schnellbahnstrecke hierzulande bereits Anfang Dezember stattfinden. Das Großprojekt visiert eine Schnellfahrstrecke auf der Route Wien – Bukarest – Konstanza; ersten Schätzungen zufolge dürfte sich der Gesamtwert der Investition auf rund 11 Milliarden Euro belaufen, teilte Mănescu am Dienstag mit.
Foto: Agerpres

Bukarest (ADZ) - Beim dritten chinesisch-mittelosteuropäischen Wirtschaftsforum hat der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang am Dienstag den 16 anwesenden Regierungschefs und Außenministern einen zügigen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zur Region zugesichert. Obwohl die EU Chinas wichtigster Handelspartner sei, entfielen auf Osteuropa nur 10 Prozent des Volumens – man müsse sich daher bemühen, es zu verdoppeln, erklärte Li.

Sein Land ermutige entsprechend immer mehr Firmen, die von China noch im Vorjahr bereitgestellte Kreditlinie für Osteuropa über 10 Milliarden Dollar zu nutzen, sagte Li weiter. Gegenüber dem Gastgeberland sparte der chinesische Premier nicht mit Artigkeiten: „Ich glaube, dass Rumänien ein Tiger Europas wird, und wenn sich alle Tiger vereinigen und zusammenarbeiten, wird dies ein Riesenmarkt“, so Lis Ermunterungen.

Eingedenk der Befürchtungen der EU, China könne die EU-Staaten gegeneinander ausspielen und die Gemeinschaft spalten, zeigte Premier Victor Ponta seinerseits auf, dass Europa nur dann stark sein könne, wenn sich auch seine östlichen Mitglieder zügig entwickeln.

Seinen dreitägigen Rumänien-Besuch beendete der chinesische Ministerpräsident am Mittwoch mit einer Rede vor dem Parlament sowie Treffen mit Staatschef Traian Băsescu und den Vorsitzenden der beiden Parlamentskammern, Crin Antonescu und Valeriu Zgonea.

Kommentare zu diesem Artikel

Ottmar, 04.12 2013, 18:22
Da sind wieder einmal die Wirtschaftsexperten am Diskutieren. Mr. B. oder auch Sraffa: Zum Beispiel Teile von PETROM (genau 51%) wurden vor der EU-Zugehörigkeit Rumäniens von der OMV übernommen. Und gerade PETROM ist wahrscheinlich durch diese Übernahme die wirtschaftlich am effektivsten arbeitende Firma in Rumänien. Und als Folge davon ist der Anteil den der Staat noch an PETROM hält, seit der Übernahme durch OMV jetzt mehr Wert als die gesamt PETROM vor der Übernahme Wert war. Wäre der rumänische Staat immer noch Besitzer dieses Unternehmens würde er jährlich hunderte von Millionen Verluste von PETROM ausgleichen müssen als wie jetzt saftige Gewinne aus Dividenden einstreichen und ausserdem anständige Steuern erhalten. Ihr sollt einmal ein bisschen Zahlen interpretieren oder ein bisschen Kopfrechnen lernen, was ja den Rumänen die hier Schreiben vollkommen abgeht. Dieses zeigen auch die Mathematik Ergebnisse der aktuellen PISA Studie für rumänische Schüler. Und das war vor 30 Jahren wohl auch nicht anders wenn ich eure Niveaulose Argumentation ein bisschen mit Zahlen die ich interpretiere nachvollziehe
Achim, 02.12 2013, 18:41
Na, wenn der Tiger dann genauso ausfällt, wie der Löwe, hat der gute Mann ja durchaus recht.
Bis jetzt schlummert der rot-schwarz-getupfte Stubentiger ja auf der Reanimationsliege des EURO-IWF-FinanzSpitals und er zerkratzt mit seinen fürchterlichen Krallen den Sauerstoffschlauch seiner Atemmaske.
Norbert, 01.12 2013, 15:49
Ha..ha..ha.. Die Wüste Gobi!! Danke Gottähnliche Angiii.Der Pronto führt sein Volk in die Wüste Gobiiii..Jetzt muß nur moch die Kohle weiter reduziert werden . Und rund um die Uhr das Land kontrolliert werden. Dann werden wir zwar Rumänien nicht los.Aber die Chinesen kümmern sich zusammen mit den Kasachen jetzt um den Klaustaat. Angiii.Du bist die größte.Der englische Premier,hat jetzt auch nach gezogen. Nix gibts für nix.Dann warten wir nur noch auf die EU wahl,wo die France National zu stärksten Partei wird. Dann vetrkaufen wir den Schengenbeitritt an die Chinesen. Das ist dann der Wüste Gobi Beitritt..Nix gibts für nix. Das ist die Aussage der deutschen Bundsregierung. Und auch der meinen.
Sraffa, 29.11 2013, 16:56
@Manfred : In der Politik versucht immer jeder, den anderen über den Tisch zu ziehen, das ist normal. Ansonsten teile ich vollinhaltlich die Position von Mr.B !
Manfred, 29.11 2013, 15:05
Mr.B.!Ganz unverblümt,Du hast recht!Mir ist nur in DIESEM Fall noch nicht ganz klar,wie das laufen wird....Da in der rum. Politik nicht die ganz Schlauen sitzen(bzw. nur wegen eigener Interessen dort sitzen)könnte Rumänien mal wieder den Kürzeren ziehen...und das Volk darunter leiden.Das beim EU-Beitritt Rumäniens(und anderer Länder)nicht alles mit rechten Mitteln zuging-klar.Das Brüssel die Demokratie nicht erfunden hat,auch klar...
Mr. B, 29.11 2013, 14:00
@Manfred
Die gesamte Politik dreht sich darum, seinen gegenüber, der die Sitution weniger gut verstanden hat, über den Tisch zu ziehen. Völlig egal, wer sich da gegenüber sitzt. Hat denn die EU bis jetzt etwas anderes mit Rumänien gemacht als seine Interessen durchgesetzt? Thema Schengen: Ich hatte das schon an anderer Stelle erwähnt. Grenzausrüstung für die positive Beurteilung verkauft, Konzerne von EU-Interesse haben erheblichen Gewinn eingefahren, aber im Schengenraum wollen sie nun Rumänien nicht. Während ihnen die teure Ausrüstung verkauft wurde, hat man ihnen noch vertraut oder wie? Erst danach kam dieses plötzliche Misstrauen (so ganz von ungefähr)? Und komm mir nicht mit "kein Rechtsstaat" oder dergleichen, Ungarn ist genauso viel Rechtsstaat wie Rumänien und ist drin.
Schau mal allgemein nach wer von wem mehr profitiert hat gewisse EU-Staaten von Rumänien oder umgekehrt. Beispiel Österreich: Kontrolliert Petrom, BCR usw. Darüber hinaus war Rumänien Nettozahler.
In der EU dreht sich letztlich auch alles um Interessen. Oder glaubst du wirklich, dass es noch DEN Guten oder DEN Bösen gibt, sofern es das ja gegeben hat. Es gibt nur den weniger Bösen, den man sich als Partner suchen kann. Wer das letztendlich ist vermag ich nicht zu entscheiden.
robby, 29.11 2013, 12:21
...ein zahnloser Tiger !
Manfred, 29.11 2013, 11:52
sraffa,willst Du allen Ernstes behaupten,das von der rumänischen Politik noch nie ein Partner über den Tisch gezogen wurde?
Sraffa, 29.11 2013, 00:13
@Manfred : Niemand zieht die Chinesen über den Tisch , aber warum sollte man jetzt schon und völlig ohne Fakten unterstellen daß die Rumänische Politik dies wollte ?

Man sollte nicht vergessen daß die riesigen Rumänischen Investitionen in ihre eigene Industrie vor allem durch mangelnde Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den - noch billigeren - asiatischen Konkurrenten wie China usw. entwertet wurde ; dies brachte dem Land Armut. Das war vor mehr als 25-30 Jahren.
Manfred, 28.11 2013, 21:52
Willen und Können,sraffa!Meinst Du ,die Chinesen lassen sich über den Tisch ziehen?Ich denke,die gehen wesentlich härter zur Sache als manch unfähiger EU-Kollege!

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