Premier Victor Ponta rät den Ministern, auf Rempeleien von Băsescu nicht zu reagieren

Wahlkampf für Parlamentswahlen vom 9. Dezember tritt nächste Woche in die letzte Phase

Donnerstag, 29. November 2012

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Auf der Regierungssitzung von Dienstag hat Premier Victor Ponta den Ministern geraten, mit dem Staatschef Traian Băsescu nicht in einen öffentlichen Streit zu treten. Man solle ihn lassen, seinen Wahlkampf zu betreiben.

Diese Bemerkungen beziehen sich auf die Erklärungen, die Băsescu Montag im Schloss Cotroceni abgegeben hat, aber auch auf den Streit zwischen dem Sicherheitsberater des Präsidenten, Iulian Fota, und dem Verteidigungsminister Corneliu Dobri]oiu in der Aula der Akademiebibliothek. An letzteren gewandt, meinte Ponta, er solle sich keine Sorgen machen, „wenn Băsescu einen beleidigt, bedeutet das etwas Gutes“. Alle Minister sollten auf die Angriffe des Staatschefs sachlich und möglichst technisch antworten.

PNL-Vorsitzender und USL-Kopräsident Crin Antonescu hat in einem Fernsehinterview erklärt, worauf es seiner Meinung nach ankommt: Die Verschärfung des Tons in den Äußerungen von Traian Băsescu ginge darauf zurück, dass ihm bis zum 9. Dezember nicht mehr viel Zeit verblieben ist.

„Wir sagen den Wählern: Wenn ihr für die USL stimmt und die USL die absolute Mehrheit erreicht, dann wird Victor Ponta Premier sein.“ Wer für die USL stimmt, der müsse wissen, dass er für Victor Ponta als Premier stimmt. Das würde geschehen, unabhängig davon, ob Traian Băsescu das will oder nicht will. Eine erneute Amtsenthebung wolle niemand, aber notfalls werde man sie in die Wege leiten.

UDMR-Senator György Frunda erklärte, es hinterlasse bei ihm einen „bitteren Nachgeschmack“ wenn er sehe, wie der Staatschef alle beleidigt. Es ginge auch nicht an, im Wahlkampf zu sagen, dass alle Parlamentarier dumm seien. Er als Senator mache Gesetze, und er brauche kein „Väterchen“, das ihm sagt, wie man das tut. Ein schwaches Parlament könne jedoch von einem autoritären Präsidenten leichter unterjocht werden.

Traian Băsescu ist im Fernsehinterview auf B1 TV von Dienstagabend auf einige seiner Themen zurückgekommen. Er räumte jedoch ein, dass die gegenwärtige Regierung vor den Wahlen keine „übertriebenen populistischen Maßnahmen“ ergriffen habe. Es bestünde keine Gefahr, dass die Gehälter und Renten 2013 nicht bezahlt werden.

Kommentare zu diesem Artikel

peter, 02.12 2012, 11:55
da kann ich nur sagen wie das volk so das parlament,
Guido, 30.11 2012, 10:16
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold !!!
Manfred, 29.11 2012, 16:41
Ach Helmut,nicht ich muß unter einen eventuellen USL-Regierung leben...
Herbert, 29.11 2012, 15:47
Helmut - was bitte hat Herr Basescu gesagt, was nicht stimmt und was Sie so aufregt? Bitte keine leeren Stehsätze. Bitte sagen Sie was Sie so gestört hat.
Helmut, 29.11 2012, 15:30
Der Manfred kann es halt nicht lassen.....immer wieder das selbe.Ach, wird er sich am 09.Dezember ärgern!!!!!!!!
Manfred, 29.11 2012, 15:17
Das nenne ich dreist!Gestern die sachliche Kritik,heute beschweren sich die Schlimmsten der Schlimmen.Herr Frunda möchte gerne das Verfassungsgericht abschaffen(und der Diktatur zum Wiedereinzug verhelfen)über Herrn Pontas Eskarpaten müssen wir gar nicht reden,Herr Antonescu grenzt sich mit seiner selbstherrlichen Arroganz selbst aus.
Meine Meinung:Wenn Rumänien diese durch und durch verlogene Truppe wählt,dann darf sich das Volk danach auch nicht beschweren-Beweise für Ihre Einstellung zu Recht und Kompetenz sowie zum Thema Ehrlichkeit haben sie inm Übermaß geliefert.
Helmut, 29.11 2012, 15:12
Bei diesem Traian Basescu brennen langsam die Sicherungen durch und er dürfte auch nicht mehr ganz Herr seiner Sinne sein.Solche täglichen Äußerungen eines Staatspräsidenten sind einfach unwürdig und zeigen das diese Person keinen Funken Anstand besitzt und auch keine gute Erziehung genossen hat.Ponta hat vollkommen Recht,eine solche Figur muß ignoriert werden.Es hat auch keinen Sinn sich noch länger mit einem solchen Menschen zu beschäftigen. Die Zukunft und Entwicklung des Landes hat Vorrang vor den Befindlichkeiten eines Basescus. Rumänien muß endlich politisch zur Ruhe kommen und ordentlich regiert werden ohne ständige unqualifizierten Bemerkungen und Beleidigungen durch einen solche Figur.Die Wähler werden am 9.Dezember zeigen was sie von solchen Politikern wie Basescu halten und das Rumänien eine neue politische Kultur benötigt.Eine hohe Wahlbeteiligung wäre der erste Schritt dazu.

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*