Premiere im „Gong“-Theater

Eine japanische Geschichte über Zuneigung, Aufopferung und Liebe

Mittwoch, 07. Mai 2014

Der Feuerdrachen, Da Yang und die Prinzessin Da Yin.
Foto: Andrey Kolobov

Hermannstadt - Eine neue deutschsprachige Vorstellung wurde am 30. April im Hermannstädter Kinder- und Jugendtheater „Gong“ aufgeführt. Unter der Leitung von Eva Labadi Megyes bereitete das Ensemble die spannende Geschichte über „Da Yang und die Prinzessin Da Yin“ vor. Das Stück eignet sich für Zuschauer älter als fünf Jahre, heißt es im Programmheft, jedoch ist die Regisseurin der Meinung, dass es keine obere Altersgrenze gibt. „Es ist eine Geschichte über die Zuneigung, Aufopferung und Liebe: also darüber, was vielen von uns im heutigen Leben fehlt“, sagte Labadi Medyes auf der Pressekonferenz vor der Premiere. Die Vorstellung, die etwa 50 Minuten dauert, erzählt über die Abenteuer des Jungen Da Yang auf der Suche nach dem Heilmittel für seine erblindete Mutter. Mit Hilfe der Prinzessin Da Yin schafft er es, den Wassertiger und den Feuerdrachen zu besiegen. Jedoch werden die beiden am Ende von der Sonnengottheit Ma Tsu Bo bestraft, weil sie die Heilquelle für alle Menschen zugänglich gemacht haben.

Besonders bei dieser Vorstellung sind die Marionetten, die im Stil des japanischen Figurentheaters Bunraku von Teodor B²ncioiu angefertigt sind. Die Hauptfiguren bedürfen gleichzeitig drei Puppenführer: der erste bedient dabei den Kopf und den rechten Arm, der zweite den linken Arm und der dritte schließlich die Beine. In Japan übernehmen sehr angesehene Puppenführer die Führung des Kopfes und des rechten Armes. Die Puppenspieler sind während der Aufführung auf der Bühne die ganze Zeit zu sehen. Das bemerkten selbstverständlich auch die jungen Zuschauer, jedoch „verschwanden“ die schwarz gekleideten Menschen aus dem Blickfeld des Publikums im Verlauf der Geschichte, da die ganze Aufmerksamkeit den „lebendig“ gewordenen Puppen galt. Das gilt auch in Japan als Zeichen der besonderen Fertigkeit der Puppenspieler. „Ich glaube in Märchen und daran, dass sie uns und unsere Welt besser machen werden“, meinte die Regisseurin, die zwar selbst kein Deutsch spricht, jedoch bereits einige Stücke auf Deutsch inszeniert hat. Das Stück soll demnächst auch in rumänischer Sprache aufgeführt werden.

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