Problem Brukenthalmuseum

Politische Erklärung des DFDR-Abgeordneten Ovidiu Ganţ

Mittwoch, 01. März 2017

Hermannstadt (ADZ) – Die 200 Jahre seit der Eröffnung des Brukenthalmuseums, die am 25. Februar gefeiert wurden, nahm der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganţ zum Anlass, um Kulturminister Ionuţ Vulpescu erneut zu mahnen, der Regierung einen Beschlussantrag vorzulegen, welcher die Tätigkeit des Museums regelt. Diese Notwendigkeit sprach er in der politischen Erklärung an, die er am Dienstagmorgen im Parlament gehalten hat. In der politischen Erklärung stellte MdB Ganţ die Persönlichkeit Samuel von Brukenthal, sein politisches Wirken aber auch seine Bedeutung als Sammler vor. Er ging darauf ein, dass Brukenthal sein Palais bereits zu Lebzeiten dem Publikum geöffnet hat, so dass vor der Eröffnung des Louvre in Paris in Hermannstadt bereits Gemälde berühmter Künstler besichtigt werden konnten. Nach seinem Tod wurde die Residenz des Barons am Großen Ring in ein Museum umgewandelt, das 1817 offiziell eröffnet worden ist. Die hier vorhandenen Kollektionen des Barons sind stetig durch Schenkungen und Ankäufe ergänzt worden.

Das 1948 verstaatlichte Palais und die Kollektionen wurden der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien durch Beschluss 614 vom 21. November 2005 rückerstattet und am 29. Dezember 2005 wurde eine Vereinbarung zwischen dem Vertreter der rumänischen Regierung, d.h. dem Kulturminister, und dem Bischof der Evangelischen Kirche unterzeichnet. Festgelegt war darin die künftige Zusammenarbeit dahingehend, dass die Kirche das Gebäude und die Kollektionen dem Staat, der sie verwaltet, unentgeltlich zur Verfügung stellt. Seit 2006 hat sich die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien wiederholt an das Kultusministerium mit der Bitte gewandt, dieses Abkommen zu einem Regierungserlass werden zu lassen, der die Tätigkeit des Museums regelt. Die rumänische Delegation hat sich bei den Arbeiten der Gemischten Rumänisch-Deutschen Regierungskommission verpflichtet, sich dieses Anliegens anzunehmen, geschehen ist bislang jedoch nichts. 

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