Problemkatalog vorgestellt

Gespräch der Parlamentsvertreter der Minderheiten mit Bildungsminister Pricopie

Mittwoch, 18. Juni 2014

Hermannstadt (ADZ) - Ein Gespräch mit Bildungsminister Remus Pricopie hatten die Vertreter der nationalen Minderheiten im Parlament am Montagnachmittag. Der Minister habe die Bedeutung der Bildung in den Sprachen der Minderheiten verstanden und ist bemüht, die Probleme zu lösen, erklärte MdP Ovidiu Ganţ, der Abgeordnete des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR). Er brachte eine Reihe Anliegen betreffend den deutschsprachigen Unterricht vor. MdP Ganţ dankte dem Minister für das Eingreifen in Suceava, wodurch das Fortbestehen der deutschen Abteilung gesichert werden konnte. Angesprochen hat der DFDR-Abgeordnete erneut das Erhöhen des Finanzierungskoeffizienten für Germanistik-Abteilungen an denen auch eine Lehrerausbildung erfolgt, da es sich hierbei um Muttersprachenunterricht und nicht eine Weltsprache handelt. Betreffend den Wunsch anderer Minderheiten, ein Lehrerfortbildungszentrum ähnlich dem ZfL in Mediasch zu gründen, klärte MdP Ganţ, dass dem nichts im Wege steht, das Mediascher Zentrum aber müsse seine Eigenständigkeit bewahren aufgrund der bilateralen Vereinbarungen zwischen Rumänien und der Bundesrepublik Deutschland.

„Prophylaktisch“ erinnerte der DFDR-Abgeordnete den Minister daran, dass in Bildungseinrichtungen mit Klassen in Minderheitensprachen der Direktor oder stellvertretende Schulleiter dieser Minderheit angehören soll bzw. die Empfehlung der Minderheitenorganisation haben muss. Bei der möglichen Neubesetzung der Ämter im Herbst sollten die amtierenden Schulleiter aus den Reihen der Minderheit beihalten und wo Änderungen nötig, die Vertretung der betreffenden Minderheitenorganisation eingeschaltet werden. Minister Pricopie versprach diese Regelung bei der Videokonferenz mit den Generalschulinspektoren diesen in Erinnerung zu rufen bzw. die Minderheitenvertreter an der Konferenz zu beteiligen. Gefordert hat MdP Ganţ ferner, dass im Falle der Ergänzung des Deputats eines Lehrers mit Stunden in Klassen mit deutschsprachigem Unterricht, der Lehrer einen Sprachtest ablegen muss um zu vermeiden, dass Erzieher ohne Kompetenz in der Minderheitensprache die Stellen erhalten. Der Minister versprach, diese Verfügung in der neuen Methodologie vorzusehen. Zu dem Problemkatalog, den der DFDR-Abgeordnete betreffend den deutschsprachigen Unterricht ferner ansprach, gehörte die erneute Forderung, es Schülern, die zusätzlich in Deutsch-Muttersprache unterrichtet werden (z. B. in Viktoriastadt/Oraşul Victoria) zu erlauben, die landesweit veranstalteten Prüfungen in diesem Fach abzulegen. Auch sprach er sich gegen das Verlegen der Klassen 0 bis 4 der Deutschen Schule Bukarest aus dem derzeitigen Gebäude aus. Da die Lehrpläne für die 1. und 2. Klasse nun fertig sind bat er, dass die entsprechenden Lehrbücher (in Mathe, Naturkunde usw.) gedruckt werden.   

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