Prognose: Basiseffekt drückt Inflation unter 2,5 Prozent

Analysten der Raiffeisen Bank rechnen auch mit Leitzinssenkung

Mittwoch, 04. Januar 2012

Bukarest (ADZ) - Die Inflationsrate könnte in Rumänien nach Schätzungen der Raiffeisen Bank in der ersten Jahreshälfte vorübergehend auf unter 2,5 Prozent sinken. Hauptgrund für solch eine niedrige Jahresteuerungsrate sei hauptsächlich der günstige Basiseffekt. Anfang vergangenen Jahres hatte Rumänien mit mehr als acht Prozent die höchste Inflation in der Europäischen Union, und bei der Berechnung der Teuerungsrate ist der Vorjahreswert der Bezugspunkt.
Im Februar könnte die Inflationsrate auf drei Prozent, in April-Mai dann sogar unter 2,5 Prozent sinken, heißt es weiter in der Analyse der Bank. Ab Juni lässt der Basiseffekt dann nach und die Inflationsrate steige wieder.

Die Experten der Raiffeisen Bank gehen ferner davon aus, dass die Nationalbank wegen des Drucks des Basiseffekts und der für das nächste Jahr 2013 prognostizierten Inflationsrate den Leitzins im ersten Halbjahr um 0,50 Prozentpunkte senken werde, um 0,25 Prozentpunkte möglicherweise bereits im Januar.  Im November vergangenen Jahres waren die Verbraucherpreise gegenüber Oktober um 0,42 Prozent gestiegen, die Jahresinflationsrate auf 3,44 Prozent und damit auf den niedrigsten Wert nach 1990 gesunken (von 3,6 Prozent im Oktober). Im November hatte die Zentralbank dann auch zum ersten Mal in anderthalb Jahren den Leitzinssatz gesenkt (um 0,25 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent).

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