Projekt des Universitätskonsortiums im Blickfeld

Freitag, 22. Januar 2016

 Temeswar – Ein Projekt, das einer Revolution auf der akademischen Ebene in Temeswar/Timişoara gleichkommen soll, rückt näher. Obzwar in akademischen Kreisen darüber schon seit einiger Zeit gesprochen wurde, ist nun die Nachricht durch eine Pressemitteilung auch an die Öffentlichkeit gedrungen: Unter dem Namen einer „Großstadtuniversität“ soll in Temeswar eigentlich ein Universitätskonsortium eingerichtet werden. Diese Strategie soll zu einer Ankurbelung des akademischen Lebens in Temeswar führen. „Die Vereinigung der Universitäten ist ein auf internationaler Ebene immer öfter anzutreffender Ansatz, der sich nicht als eine Überlebenslösung, sondern als eine Adaptationsantwort auf die steigend notwendige Wettbewerbsfähigkeit auf globaler Ebene und auf den Bedarf an Wissen, Kommunikation und Entwicklung versteht“, begründet Prof. Dr. Marilen Pirtea, der Rektor der West-Universität Temeswar seine Position als Unterstützer der Einrichtung dieser Mega-Universität. Als konkrete positive Auswirkungen dieser Maßnahme werden die Kürzung der Ausgaben, die Steigerung der Effektivität und Qualität angeführt.

So sollen Studiengänge nicht mehr doppelt angeboten werden, die IT-, Sprachen- oder Sportdepartements an den in Temeswar existierenden Universitäten sollten sich zusammenschließen und gemeinsame Vorlesungsangebote erarbeiten. Nicht zuletzt erhofft man sich, durch den Zusammenschluss der Universitäten ein besseres Ranking zu erreichen. „Dieser Augenblick wäre der treffendste, das revolutionäre Projekt, das das wichtigste im akademischen Bereich in den letzten 20 Jahren werden könnte, umzusetzen“, so der Rektor der West-Universität Temeswar. Der Rektor unterstrich, dass die positiven Auswirkungen überwiegen werden, selbst wenn auch Negatives zum Vorschein kommen sollte, etwa dass man eine gewisse Zurückhaltung gegenüber dem Neuen verspüren wird. Solche Zusammenschlüsse von Universitäten gibt es in den verschiedensten Staaten der Welt, so in Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien, USA oder China. Das jüngste Beispiel, das genannt wurde, ist das der Universität Grenoble (Frankreich). Auch in Debrecen (Ungarn) haben sich die Universitäten bereits 2000 zusammengeschlossen.

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