Projekt für nachhaltigen Obstbau

Die Malmkroger Gemeinschaft soll über zusätzliche Einnahmequellen verfügen

Dienstag, 02. Juni 2015

Die Projektteilnehmer legten einen Muster-Obstgarten mit traditionellen Sorten an.
Foto: www.livadamalancrav.ro

Hermannstadt - Das Projekt „Nachhaltige Landwirtschaft in benachteiligten Gegenden Rumäniens“ führte in der Zeitspanne Juni 2013 – Mai 2015 der Mihai Eminescu Trust in Zusammenarbeit mit der schweizerischen Stiftung SAVE und der finanziellen Unterstützung der Schweizerischen Eidgenossenschaft für die erweiterte Europäische Union in Malmkrog/Mălâncrav, Gemeinde Lasseln/Laslea, durch. Der Wert der schweizerischen Finanzierung beträgt rund 220.000 Schweizer Franken (knapp 213.000 Euro), der Mihai Eminescu Trust beteiligte sich mit 30.000 Schweizer Franken (rund 29.000 Euro).

Zweck der Initiative war es, den legendären Baumgarten in Malmkrog zu retten und die lokale Wirtschaft so zu entwickeln, dass die Bewohner vor Ort die Möglichkeit eines Verdienstes bekommen. Das Hauptziel war die Verwertung der lokalen Obstbaumsorten und der traditionellen landwirtschaftlichen Praktiken als nachhaltige Tätigkeiten, die ländlichen Gemeinschaften zu neuen Einnahmequellen verhelfen können.

Im Verlauf des Projektes wurde auch die Malmkroger Gemeinschaft eingebunden, die Dorfbewohner bekamen die Gelegenheit, sich die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten anzueignen, um den traditionellen Obstbau betreiben zu können. Desgleichen fand, zur Erweiterung der Kenntnisse im Bereich, ein Erfahrungsaustausch mit schweizerischen Fachleuten und Obstbauern statt und es wurde ein Muster-Obstgarten angelegt. Dieser Obstgarten dient dazu, den zukünftigen Malmkroger Ostbauern die Techniken der Aufpfropfung und Veredelung beizubringen und ihre Kenntnisse im Bereich der traditionellen Landwirtschaft ständig zu verbessern.

Eine zusätzliche Tätigkeit war im Rahmen des Projektes die Einrichtung einer Kopie des Muster-Obstgartens in der Nähe der Gymnasialschule in Hamruden/Homorod, Kreis Kronstadt/Braşov. Die Schüler setzten hier selber die Obstbäume und sind für ihre zukünftige Pflege verantwortlich.

Diese Tätigkeiten wird in Zukunft die neu gegründete Stiftung „Obstgärten Siebenbürgens“ fortführen, deren Zweck es ist, die traditionellen siebenbürgischen Obstsorten zu erhalten und für sie zu werben, die Kenntnisse im Bereich des traditionellen Obstbaus in den Reihen der ländlichen Bevölkerung und nicht nur zu erhalten und zu festigen sowie für die rumänischen ökologischen Erzeugnisse zu werben.

Weitere Informationen zum Projekt können bei der Internetadresse www.livadamalancrav.ro erfahren werden.

Kommentare zu diesem Artikel

dan, 08.06 2015, 06:58
An diesem Beispiel sieht man wieder einmal, daß dort, wo noch ein paar Sachsen in Siebenbürgen leben, auf dem Dorf, in der Provinz, mehr Erfolg und Leben für das Dorf möglich ist, als anderswo in Rumänien.

Es wäre der Regierung Rumäniens, und auch dem Präsidenten angeraten,, endlich damit zu beginnen, aktiv dafür zu werben und für Attraktionen zu sorgen, um Sachsen nach Rumänien zurückzuholen .
Gerade auch, um die meist sozial und wirtschaftlich ruinierten ehemals sächsischen Gemeinden in Siebenbürgen wieder mit Leben zu füllen.
Dadurch könnte der rumänische Staat nicht zuletzt durch höhere Steuereinnahmen profitieren, die aus solchen, bisher verlassenen und vernachlässigten Ortschaften dann kommen.


Leider sind da weder die Vertreter der Sb. Sachsen in Deutschland, noch deren meisten Vertreter in Rumänien bisher in der Lage, Sachsen in doch ihre Heimat Rumänien zurückzuholen.
Oder wollen diese "Vertreter" das gar nicht?

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