Protest der Lehrer vor dem Parlamentsgebäude

Sechs Prozent des BIP für den Unterricht gefordert

Mittwoch, 06. November 2013

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Die Protestkundgebung der Lehrer, die Montag vor dem Parlamentsgebäude stattfand, wurde hauptsächlich von der Gewerkschaftsföderation aus dem Bildungswesen „Spiru Haret“ organisiert. Es gab 800 Teilnehmer aus Bukarest und Umgebung, die mit viel mehr Lautstärke protestierten als die Ärzte am Samstag. Verlangt wurden vor allem höhere Gehälter und eine Verringerung der Bürokratie im Schulwesen.

Die Hauptforderung lautete, dass sechs Prozent des BIP dem Unterricht zugewiesen werden sollen. Dazu hat sich Premier Victor Ponta geäußert: Sechs Prozent für den Unterricht bereitzustellen, ginge nicht. Der gesamte Haushalt Rumäniens mache etwas mehr als 30 Prozent des BIP aus, zu diesem Zweck müsste man sämtliche Abgaben verdoppeln, und das wolle bestimmt niemand.

Die Regierung habe jedoch andere Möglichkeiten gefunden, um den Unterricht zu finanzieren: Europäische Gelder aus dem Operationellen Regionalen Programm würden für die Finanzierung sämtlicher Schulen bereitgestellt, es ginge auch um die Infrastruktur des Unterrichts. Auch Lösungen für die Erhöhung der kleinsten Lehrergehälter habe man ausfindig gemacht.

Kommentare zu diesem Artikel

Rivendel, 07.11 2013, 00:39
@Manfred: dem kann ich nur zustimmen: Ich kenne auch sehr viele Fälle wie hier beschrieben. An sich spricht bei den mageren Gehältern nichts gegen ein 'Zubrot'. Wer sich aber absichtlich Spott aus den Schülern treibt um sie dann privat zur Kasse zur bitten, sollte gefeuert werden. Was ist das für ein Arbeitsethos? Und was unternimmt das Bildungsministerium? (leider bleibt das eine rhetorische Frage...)
Manfred, 06.11 2013, 20:54
@Hanns!Viel zu niedrige Löhne haben fast alle,aber auf diese Art und Weise werden die Ärmsten zusätzlich geschröpft!Ein Bekannter von mir hat eine Tochter in der 11.Klasse.Er zahlt monatlich"freiwillig" ca 120€ für Nachhilfestunden bei den Fachlehrern!Nicht etwa,weil das Mädchen begriffsstutzig ist,sondern weil die Herren und Damen PÄDAGOGEN den Lehrstoff,welcher für die Prüfungen gebraucht wird,nicht im normalen Unterricht lehren,sondern nur in kleinen Gruppen privat.Jeder weiß es,keiner macht etwas dagegen...
Hanns, 06.11 2013, 12:15
@Manfred - genau dasselbe passiert in den Spitälern. Dort wird selbst von Patienten, von denen man schon vorher weiß, dass nicht mehr geholfen werden kann, Geld genommen.
Aber das hat wahrscheinlich alles damit zu tun, dass viel zu niedrige Gehälter gezahlt werden. Bildung und Gesundheit wird in Rumänien vernachlässigt, während man das Geld den Sicherheitskräften und dem Militär nachwirft! Hier sollte endlich ein Umdenken einsetzen.
Manfred, 06.11 2013, 12:00
Ich habe von vielen Bekannten gehört,mit welch unerhörten Mitteln viele Lehrer den Eltern ihrer Schutzbefohlenen das Geld aus der Tasche ziehen,wer demonstriert dagegen!

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