Protest vor der Präfektur

Die Dolmetscher und Übersetzer sind gegen den Gesetzesentwurf des Justizministeriums

Freitag, 30. Januar 2015

„Heute Übersetzer, morgen Arbeiter!“ sowie „Respektiert unsere Arbeit und Ausbildung!“ waren zwei der Parolen.
Foto: Vlad Popa

Hermannstadt - Die Hermannstädter Übersetzer und Dolmetscher protestierten am gestrigen Freitag, ab 10 Uhr, vor dem Gebäude der Präfektur des Kreises Hermannstadt/Sibiu gegen den Gesetzesentwurf zur Regelung der Tätigkeit der durch das Justizministerium beeidigten Übersetzer und Dolmetscher. Die angestellten oder selbstständigen Übersetzer sehen den Gesetzesentwurf als missbräuchlich und inkohärent an und halten ihn für eine reale Gefahr für die Fortsetzung ihrer Tätigkeit in diesem Bereich. Die Hermannstädter Übersetzer und Dolmetscher erklärten mit ihrem gestrigen Protest ihre Solidarität mit den Kollegen in anderen Landesteilen, die ebenfalls gegen den Gesetzesentwurf protestieren.
Das Justizministerium beabsichtigt, die Tätigkeit der beeidigten Übersetzer und Dolmetscher einer gründlichen Reform zu unterziehen.

Dem Entwurf des Ministeriums zufolge soll sich die Tätigkeit der angestellten oder selbstständig tätigen Übersetzer, die so ihr Gehalt aufbessern oder ausschließlich mit Übersetzungen ihren Lebensunterhalt sichern, in Zukunft ausschließlich auf den Bereich der Justiz beschränken. Desgleichen sollen die damit verbundenen Tätigkeiten in Büros oder Gesellschaften ausgeübt werden, welche ausschließlich zur Ausübung dieser einen Tätigkeit zugelassen sind. Die Zulassung hierzu soll infolge einer dreiteiligen Prüfung (Schriftlich, Mündlich und Interview) erteilt werden und die zugelassenen Übersetzer müssten das Verfahren alle sechs Jahre erneut über sich ergehen lassen. Ähnliche Proteste fanden gestern in Klausenburg/Cluj Napoca und Bukarest statt.

Kommentare zu diesem Artikel

Helmut, 31.01 2015, 19:46
Die 3 Prüfungen zur Zulassung vollkommen r richtig,ebenso,dass sich die Übersetzer nach 6 Jahren einer Kontrollprüfung unterziehen sollen.Über alle andern Meinungsverschiedenheiten sollte das Justizministerium mit den Betroffenen den Dialog fortsetzen, um hier einen ordentlichen Gesetzesentwurf zu schaffen,der für beide Seiten annehmbar ist.

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