Proteste gegen das Gesetz zur Einschläferung der Straßenhunde

Tierschützer aus Temeswar wollen Hundepatenschaften einführen

Freitag, 13. September 2013

„Warum muss ich sterben?“: Tierschützer aus Temeswar protestieren gegen das Hundegesetz.
Foto: Zoltán Pázmány

Temeswar - Ungefähr 100 Tierschützer haben sich Mitte der Woche am Domplatz in Temeswar/Timişoara versammelt, um gegen das Gesetz bezüglich der herrenlosen Hunde zu protestieren. Von hier aus begaben sie sich zum Rathaus, wo sie mit Plakaten gegen das von der Abgeordnetenkammer gebilligte Gesetz demonstrierten. Die Vertreter der Temeswarer Tierschutzorganisationen sind gegen die Einschläferung der Hunde und fordern die Sterilisation und Freilassung der zahmen Tiere. Die aggressiven sollen ihrer Meinung nach nicht getötet, sondern in Hundeheimen untergebracht werden.

„Der dumme Mensch bekämpft die Straßenhunde, der intelligente bekämpft die Leute, die die Hunde auf die Straße setzen“: Das war nur eine der Aufschriften auf den Plakaten, die die Tierfreunde bei dem friedlichen Protest trugen. Die Anwesenden kamen nicht allein zu den Treffen, sondern brachten auch ihre Vierbeiner mit. Dabei war auch ein ausgebildeter Hund des freiwilligen Katastrophenschutzes „Salvo“. Die Tierschützer diskutierten über verschiedene Möglichkeiten, die Massentötung der herrenlosen Hunde in Temeswar zu verhindern. Eine Idee war, Patenschaften für die Hunde aus dem Danyflor-Hundeheim zu initiieren. Demzufolge sollen Tierliebhaber, die keine Möglichkeit haben, einen Hund zu adoptieren, monatlich eine gewisse Summe auf das Konto der Danyflor-Gesellschaft für einen Vierbeiner ihrer Wahl überweisen.

Auf den Straßen von Temeswar laufen zurzeit etwa 2500-3000 Straßenhunde herum. Im Danyflor-Hundeheim stehen allerdings nur 450 Plätze für herrenlose Hunde zur Verfügung. Die Tierschützer aus Temeswar würden sich wünschen, die Bevölkerung, die keine Rassenhunde besitzt, davon zu überzeugen, diese sterilisieren zu lassen. Auch sollen härtere Strafen für jene Leute eingeführt werden, die ihre Vierbeiner einfach aussetzen.

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 14.09 2013, 02:19
diese 100 Demonstranten sollten einfach jeder 30 Hunde bei sich aufnehmen und schon ist das Problem gelöst. Dann wird auch keiner eingeschläfert. Ahm, Moment, so einen räudigen und bissigen Straßenköter wollen die gar nicht adoptieren? Naja, Protestieren ist halt einfacher, als selbst etwas zur Lösung beitragen. Und bitte nicht auf großen Tierfreund machen, einen Straßenhund adoptieren und ihn dann ein paar Wochen später im Wald aussetzen. So was hatten wir schon genug.
Sraffa, 13.09 2013, 12:39
@Manfred : Selbstverständlich haftet in diesem Fall die Tierschutzorganisation welche den Hund adoptiert hat, als Eigentümer. Die Verantwortlichen der Organisation können zur Rechenschaft gezogen werden und das Vermögen der Organisation haftet auch - im Notfall bleibt die Insolvenz.
Manfred, 13.09 2013, 09:54
Liebe Tierschützer!Wollt Ihr die Menschen verdummen?Ein Hund ist ein Raubtier-ein kastrierter Hund ist ein kastriertes Raubtier.Wie viele zahme Haushunde haben in der Familie schon Kinder verletzt oder gar getötet?Die einzige Möglichkeit ist,die Hunde an geeignete Personen zu vermitteln.Oder findet Ihr es angemessen,einen Hund lebenslang einzusperren?
Wer haftet eigentlich dafür,wenn ein Hund einen Schaden anrichtet?Ich nehme an,der Besitzer-oder?Wenn der Hund ein Straßenhund ist,haften dann die Tierschutzorganisationen,welche den Hund kastriert und wieder laufen gelassen haben?

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