PSD: Auch Problemkandidaten zu Kommunalwahlen

PNL will indes Abtrünnige wieder aufnehmen

Dienstag, 18. August 2015

Bukarest (ADZ) - Angesichts der nahenden Kommunalwahl 2016 überlegen zurzeit sowohl PSD als auch PNL Strategien und Kandidatenlisten, zumal die Wahl nach dem Mehrheitsprinzip in einem einzigen Wahlgang erfolgt. So beschloss die PSD, selbst Kreisratschefs oder Bürgermeister mit Justizproblemen antreten zu lassen, solange ihre Umfragewerte gut sind. Man trage damit der „Unschuldsvermutung“ Rechnung – bei vielen handele es sich schließlich um Menschen, die auf Lokalebene „60 bis 70 Prozent der Stimmen“ einfahren, sagte PSD-Vizegeneralsekretär Codrin Ştefănescu am Wochenende. Von den aus der Kommunalwahl 2012 hervorgegangenen 23 Kreisratschefs der PSD haben derzeit 14 Justiz- oder Integritätsprobleme, hinzu kommen weitere 14 Bürgermeister.

Auch die PNL einigte sich, die abtrünnigen Bürgermeister, die 2014 kraft eines Erlasses der Regierung zum Parteienwechsel ins PSD-Lager desertiert waren, nun entgegen aller Zusicherungen doch noch wieder aufzunehmen, sofern sich ihre „Chancen höher als die der anderen Kandidaten erweisen“, teilte der liberale Senator Mihai Marian mit. Vor einer allzu offen opportunistischen Vorgehensweise scheint die PNL indes zurückzuscheuen: Es werde hierzu keinen Parteibeschluss geben, sondern jeder PNL-Niederlassung freigestellt, ob sie aussichtsreiche Abweichler wieder haben wolle oder nicht, erläuterte Marian.

Kommentare zu diesem Artikel

Hanns, 18.08 2015, 14:19
Es ist schwer nachzuvollziehen wie ein Gauner 60 bis 70 Prozent der Stimmen erhalten kann!

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