PSD erzielte einen historischen Wahlsieg

Der große Verlierer ist die PNL / Überraschend gutes Ergebnis der USR

Montag, 12. Dezember 2016

PSD-Vorsitzender Liviu Dragnea: Treue zum Bündnispartner ALDE
Fotos : Agerpres

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Nach der Auszählung von rund 7 Millionen der Stimmen hat das Zentrale Wahlbüro bekanntgegeben, dass die PSD in 20 Verwaltungskreisen mehr als 50 Prozent der Stimmen erzielt hat, während die PNL bloß in den Kreisen Hermannstadt/Sibiu, Alba und Klausenburg/Cluj die Mehrheit der Stimmen bekommen hat und landesweit auf  bloß  20 Prozent der Stimmen kam. Auf Landesebene wurden für die Abgeordnetenkammer folgende Ergebnisse mitgeteilt: PSD – 45,09 Prozent, PNL – 19,96 Prozent, USR – 9,26 Prozent, UDMR – 6,15 Prozent, ALDE 5,62 Prozent und B˛sescus PMP hat mit 5,22 Prozent die Eintrittschwelle knapp geschafft.
Die Stimmen für die Abgeordnetenkammer in Bukarest weisen einige Besonderheiten auf. Die PSD erzielte hier 38,2 Prozent, die USR liegt mit ihren 25 Prozent vor der PNL (11,9 Prozent)) und Basescus PMP 7,17 Prozent, ALDE 6,2 Prozent. Die Parteifreien Elena Udrea, Remus Cernea oder Teodor Paleologu haben den Eintritt ins Parlament nicht geschafft.

Die Ergebnisse der Parteien für den Senat sind ähnlich wie die für die Abgeordnetenkammer: PSD – 45,25 Prozent, PNL – 20,32 Prozent, USR – 9,32 Prozent, ALDE – 6,05 Prozent, UDMR – 6,22 Prozent, PMP – 5,51 Prozent.
Am einfachsten ist, die Freude von Nicuşor Dan zu kommentieren. Der Vorsitzende der Union Rettet Rumänien (USR) meint, dass er die Partei erst im Februar 2016 gegründet habe, damals hätte niemand angenommen, dass er es in ein paar Monaten bis ins Parlament schafft. Als Haltung seiner Fraktion kündigte er eine konstruktive Opposition an, Bündnisse würde er keine schließen. PSD-Vorsitzender Liviu Dragnea und die anderen PSD-Politiker geben sich bedeckt: Zu viel stünde auf dem Spiel, so soll kein einziger leichtfertiger Schritt unternommen werden. Dazu gehören auch die Beteuerungen, dass Rumänien alle seine internationalen Verpflichtungen einhalten wird. Obwohl nach der Umverteilung der Mandate die PSD allein die Regierung bilden könnte, betonen alle PSD-Spitzen, dass man sich ans Bündnis mit ALDE halten werde. Erst nach der Festlegung der Mehrheitsverhältnisse im Parlament will Dragnea zu den Parteienberatungen ins Schloss Cotroceni gehen.

Kommentare zu diesem Artikel

dovbok, 13.12 2016, 23:56
in den wirtschaftlich prosperierenden Regionen wählen die wenigsten Leute die PSD; in den wirtschaftlich schlechtesten Regionen wählen die meisten Leute die PSD. Fragt sich nur was vorher war, die Henne, oder das Ei. Sind die Regionen wirtschaftlich schlecht, weil dort die PSD schon immer sehr stark ist und meistens regiert? Bringt so ein Hau-Drauf-Populist die Region wirklich voran?(Linkspopulist wär falsch, da darf man sich vom Namen nicht täuschen lassen, die PSD ist eine nationalistisch-populistische Partei und keine sozialdemokratische)

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