Psychische Störungen bei Kindern steigen alarmierend

Ursachen: Lerndruck, ethnobotanische Drogen

Donnerstag, 18. April 2013

Bukarest (ADZ/Mediafax) - Anlässlich des Kongresses der weltweiten Psychiatervereinigung sprach Iuliana Dobrescu, Leiterin des Krankenhauses „Alexandru Obregia“ in Bukarest, von einem dramatischen Anstieg psychischer Störungen bei Kindern. Vor allem Fälle von Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivität (ADHD) sowie Autismus hätten alarmierend zugenommen. Das Obregia-Krankenhaus verzeichnet derzeit unter 2000 Internierungen im Monat ca. 200 Fälle von autistischen Kindern, vor 30 Jahren waren es 20.

Hauptursache für psychische Störungen sei eine Erbgutveränderung aufgrund von Schwermetallbelastungen aus Nahrung und Umwelt. Auch die zunehmende Verbreitung von „legalen“ ethnobotanischen Drogen führt zu Angstzuständen und Zwangsverhalten. Weitere Ursachen sind im Ausland arbeitende Eltern, übertriebene Anforderungen und Lerndruck.

„Diese verzweifelten rumänischen Eltern, die Druck machen, ständig zu Lernen, ohne Pause und Erholungsphasen, sind sich dessen nicht bewusst, dass sie ihre Kind direkt in ein schweres Leiden schicken“. Häufige Folgen: Depression, Angstzustände, Selbstmordtendenz. Internationalen Statistiken zufolge leiden über 50 Prozent aller Kinder unter 14 Jahren an unidentifizierten psychiatrischen Störungen. Der amerikanische Psychiater Dr. Eliot Sorel zitierte neuere Forschungen, denen zufolge Depressionen Herzinfarkt und Gehirnschlag verursachen können.

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