Qualität des Quellwassers problematisch

Neueste Analyseergebnisse der Gesundheitsdirektion DSP in Reschitza

Donnerstag, 25. Juli 2013

Reschitza - Die alljährlichen Analysen der Qualität des Wassers der Quellen rund um Reschitza – eine wichtige Versorgungsressource für viele Einwohner der Stadt, die kein Leitungswasser gebrauchen – ergab, dass das Wasser der 18 Quellen, die zur Trinkwasserversorgung von Privathaushalten genutzt werden, nicht durchwegs Trinkwasserqualität hat. Sieben der Quellen entsprechen aufgrund der bakteriologischen Analyse nicht, drei entsprechen nicht vom physikalisch-chemischen Standpunkt – sie weisen einen viel zu hohen Eisengehalt auf. Die Analysen lässt die Kreisdirektion für Öffentliche Gesundheit, DSP, durchführen. Deren Empfehlungen haben allerdings keinen verpflichtenden Charakter – das heißt, wenn Quellen als für den menschlichen Genuss nicht empfehlenswert identifiziert werden, kann die Wasserversorgung von dort nicht unterbrunden werden. Bloß immer wieder von der Stadt erneuerte Hinweisschilder weisen auf die mangelnde Wasserqualität hin, auch auf mögliche Gefahren für die Gesundheit bei anhaltendem Gebrauch.

„Es gibt eine entsprechende Gesetzgebung zu diesem Thema“, sagt Dr. Dragoş Luca, der DSP-Direktor von Karasch-Severin, „aber unsere Aufgabe beschränkt sich vor allem darauf, aufgrund von Anfragen bzw. Aufträgen seitens der Kommunen die Wasserqualität von Quellen und Trinkwasserressourcen zu überprüfen und Empfehlungen auszusprechen, nachdem wir die Analyseergebnisse öffentlich bekannt machen.“  Die faktische Ausschilderung der Resultate der Analysen obliegt den Kommunen und sie muss im Umfeld der jeweiligen Quelle, „an einer gut sichtbaren Stelle“ geschehen. Dr. Luca: „Unser größtes Problem ist die Tatsache, dass Quellen in aller kürzester Zeit ihre Wasserqualität ändern können, dass also unsere Analyseergebnisse, streng genommen, nur kurzfristig gültig sind, eine Tatsache, die uns vor allem mit den Trinkwasserbrunnen im ländlichen Raum ganz große Probleme bereitet. Da kann sich bei jedem Regen die Trinkwasserqualität des Brunnens ändern. Weil die Kommunen in den meisten Fällen auch als Besitzer, Hauptnutzer und oft auch als Verteiler der Trinkwasserressourcen auftreten, arbeiten wir mit ihnen eng zusammen. Obzwar auch diese kaum ins Gewohnheitsrecht und in Trinkgewohnheiten der Bewohner erfolgreich eingreifen können.“

So ist es seit Jahren auch in Reschitza, wo nach wie vor alle 18 Quellen rund um und in der Stadt zur Trinkwasserversorgung genutzt werden – ob deren regelmäßig überprüfte Qualität nun entspricht oder nicht. Die Direktion für Öffentliche Gesundheit DSP hat aufgrund der neuesten Analyseergebnisse in Reschitza folgende Quellen als Trinkwasserquellen identifiziert: die Quelle auf der Aleea Albăstrelelor, die Quelle auf der Făgăraşului-Straße, die Naturquelle und die Trinkwasserbohrung beim Reschitza-Renk-Werk, die Quelle auf der Mărului-Straße und die drei Quellen linkerhand der Butovăţ-Straße, hinter dem Domantal-Stadion. Die drei Trinkwasserbohrungen im Kinderpark, im Tricolorului-Park und auf dem Muncii-Boulevard erwiesen sich als mit einem zu stark eisenhaltigen Wasser, weitere sieben Quellen mit einer zu massiven bakteriellen Belastung. Erfreulich immerhin, dass die Zahl solcher Quellen in den letzten Jahren nicht größer geworden ist, zumal die vorhandenen Hinweisschilder auf Trinkwasserschutzzonen von der Bevölkerung kaum beachtet werden. Dr. Luca wies in seiner Bekanntmachung bezüglich der Qualität des Reschitzaer Quellwassers darauf hin, dass der hohe Eisengehalt einiger Quellen bzw. Trinkwasserbohrungen eine hohe Reizbarkeit der Magenschleimhäute hervorruft und bei anhaltendem Konsum bis zur Gastritis führen kann.

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