„Radikalreform“ der Zentralverwaltung angesagt

Ponta: Verwaltungsapparat leidet unter „Totalsklerose“

Freitag, 21. Juni 2013

Bukarest (ADZ) - Regierungschef Victor Ponta will den verknöcherten Verwaltungsstrukturen, insbesondere dem zentralen Verwaltungsapparat, an den Kragen. Sie seien offensichtlich von einer „Totalsklerose“ befallen – es dürfe nicht sein, dass stets „mit den gleichen Leuten“ gearbeitet wird, die „trotz Fehlern nicht freigestellt werden können“, so Ponta am Mittwoch zu Beginn der wöchentlichen Regierungssitzung.

Eine „Radikalreform“ des zentralen Verwaltungsapparats sei zwingend, ansonsten werde man von den verknöcherten Strukturen „regelrecht erstickt“. Es sei unannehmbar, dass in den Reihen der Ministerialbeamten niemand entlassen und auch niemand nachrücken könne, „und sei er noch so gut“.

Am Abend kündigte der Premier in einem Fernsehgespräch allerdings auch an, dass die bisher eingefrorenen Einstellungen im Staatssektor wieder aufgenommen werden sollen. 2010 hatte die Vorgängerregierung Emil Bocs bekanntlich im Zuge der heimischen Defizitkrise den Abbau des behäbigen Staatsapparats beschlossen und im Staatssektor die Regelung einer Neueinstellung auf sieben Entlassungen eingeführt. Diese werde kommende Woche nun per Regierungsverordnung außer Kraft gesetzt sowie sämtliche derzeit unbesetzten Posten gestrichen, danach solle im öffentlichen Bereich wieder die Möglichkeit von Einstellungen im Verhältnis 1:1 bestehen – insbesondere im Gesundheits- und Bildungsbereich, sagte Ponta.

Kommentare zu diesem Artikel

Norbert, 22.06 2013, 23:49
Mein bekennender siebenbürger sachse,der dieses Kakaland verlassen hat.Sagte vor genau 15 Jahren Norbert,du hast viel Zeit ,Geld bist im Discogeschäft.Interesierst dich für die deutsche Kultur in siebenbürgen.Die Frauen lieben dich ,mach Urlaub. Das einzigste was du auf rumänisch lernst . Nu und da.Ich habe ihn für diese in die zukunftweisende richtige entscheidung schon mehrfach gedankt. Diese Sprache ist zu nix zu gebrauchen. Man könnte Zeitungen dann lesen und würde nur so einen Mist aufnehmen.
Norbert, 22.06 2013, 23:14
Entlasst die Rumänen aus allen Ämtern. Setzt dafür Romas ein.Und meldet das Land bei der Unesco als Bettelstaat an. Dann wirds aufwärts gehen.Dann können sie auf der ganzen Welt betteln gehen mit erlaubnis.
Hanns, 21.06 2013, 11:06
Mit den derzeitigen Politikern ist Rumänien unfähig für Reformen! Es wird noch schlechter werden.
Gerd, 21.06 2013, 10:47
JA; leider ist das zu befürchten, der Beamtenapparat wird noch weiter aufgebläht, noch mehr unfähige, aber dem "großen Führern" treu ergebene Höflinge werden auf Kosten des Volkes reich werden.
Walter, 21.06 2013, 10:34
Ist ja auch Zeit, dass die ganzen Günstlinge jetzt an die Futtertröge der Macht kommen dürfen. An den verknöcherten Strukturen wird das zwar nichts ändern. Aber wenigstens bekommen die "Freunde" von Ponta und Antonescu gute Jobs, die zahlreiche Möglichkeiten zur steuerschonenden Vergrößerung des Privateinkommens eröffnen!
Gerd, 21.06 2013, 08:57
Na auf diese "Pontaische Radikalreform" bin ich ja mal sehr gespannt.

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