Rafael de Mestre erhält den GLOBE ENERGY Award

2012 umrundete er die Erde als erster in einem Elektroauto

Mittwoch, 05. Juni 2013

Preisträger Rafael de Mestre mit einem Tesla Roadster Foto: Michael Mundt

Bukarest  - Elektroautos sind für Langstrecken ungeeignet, und wo soll so ein Auto denn in der Wüste Gobi nachgeladen werden. Rafael de Mestre hat beide Vorurteile widerlegt, denn in seinem Tesla Roadster durchquerte er nicht nur die Gobi, sondern er umrundete gleich die ganze Erde. Und dank einer Spitzengeschwindigkeit von 200 Stundenkilometern überholte er dabei auch noch zwei vor ihm gestartete Franzosen. Für diese Leistung wurde der in Bukarest lebende de Mestre nun mit dem nationalen ENERGY GLOBE Award ausgezeichnet. Zur Preisverleihung im Österreichischen AußenwirtschaftsCenter brachte er dann auch nicht nur allerhand Fotos, Videos und Anekdoten, sondern auch einen baugleichen Tesla Roadster mit.

In diesem ersten Serienfahrzeug der Firma Tesla Motors begann seine Reise völlig unvorbereitet im Mai 2012, nachdem er erfahren hatte, dass die Franzosen in einem Citröen C-Zero schon zu ihrer Weltumrundung aufgebrochen waren. Gänzlich ohne Medieninteresse verließ de Mestre seine Geburtsstadt Barcelona. Es stieg erst, als er auf YouTube ein Video veröffentlichte, in dem zu sehen ist, wie er einen Lamborghini Aventador scheinbar mühelos hinter sich lässt und die USA von Ost nach West durchquert hatte. Aufhalten ließ er sich auch nicht von den chinesischen Behörden und ihren immer neuen Forderungen nach Dokumenten, wohl aber von den kasachischen Straßenverhältnissen, welche ihn zu einem Umweg über Russland zwangen. Zu diesem Zeitpunkt hatte er die Franzosen bereits eingeholt, doch das warten auf Visa ließ die Führung immer wieder wechseln. Schlussendlich erreichte er seinen Startpunkt, die Hauptstadt Kataloniens, nach knapp vier Monaten am 14. September, zwei Wochen bevor auch die Franzosen ihren Ausgangsort Strasbourg erreichten.

Der im Jahr 1999 ins Leben gerufene GLOBE ENERGY Award ist heute der renommierteste Umweltpreis. Mittlerweile werden nationale Preise in 161 Ländern verliehen, die internationale Ehrung, an der alle eingereichten Beiträge teilnehmen, ist unterteilt in die Kategorien Erde, Feuer, Wasser, Luft und Jugend.

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