RATB-Konten wegen Schulden gepfändet

Donnerstag, 23. Juli 2015

Bukarest (Mediafax / ADZ) - Das öffentliche Bukarester Nahverkehrsunternehmen RATB verzeichnet massive Zahlungsrückstände an die Staatskasse – die nationale Steuerbehörde ANAF reagierte am Dienstag nun mit einer drastischen Maßnahme: Die Konten des Betriebes wurden gepfändet, nachdem der Schuldenberg auf über 272 Millionen Lei angewachsen war. Auf den alltäglichen Personenverkehr habe die Maßnahme keine Auswirkung, betonte RATB-Generaldirektorin Ileana Savu. Die laufenden Ausgaben würden durch die monatlichen Subventionen der Bukarester Stadtverwaltung gedeckt. Jedoch seien die Konten sowie die täglichen Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf durch die Maßnahme momentan unzugänglich.

Kommentare zu diesem Artikel

Sraffa, 24.07 2015, 01:17
@Hanns: Ich lese das anders : RATB erfüllt nicht den Restrukturierungsplan und erfüllt auch seine Zahlungsverpflichtungen ggü. dem Staat nicht. Für Ihren Hinweis fehlt es zur Zeit an inhaltlicher SUBSTANZ !! Gerne aber erwarte ich Ihren anderslautenden SUBSTANTIELLEN BEITRAG !
Konrad, 23.07 2015, 22:52
Wer sich umsieht, wird feststellen, dass es wohl kaum Betriebe im oeffentlichen Personen - Nahverkehr gibt, die Profits erwirtschaften. Der Ausweg kann sein, die Tickets fuer Bahnen, Busse und Metro entsprechend anzupassen - im Klartext zu verteuern - damit eine Kostendeckung erzielt wird, was aber sofort zu einer Zunahme des Individualverkehrs fuehren wuerde. Das will aber niemand. Auf jeden Fall ist es ein Witz, und zwar ein teurer, einen Betrieb zunaechst einmal aus der Steuerkasse zu subventionieren und ihn anschliessend wieder zu besteuern. Dieses Hin - und Hergeschiebe von Geld verursacht zusaetzlich hohe Folgekosten.

Da stellt sich doch die Frage, ob es nicht Sinn macht, anstelle von Subventionen auf die Besteuerung oeffentlicher Personennahverkehrsbetriebe ganz zu verzichten.
Hanns, 23.07 2015, 10:01
Welcher Liebling der Ponta Regierung hat hier Geld abgezweigt? (Gleiches gilt für den TVR-Beitrag.)
Sraffa, 23.07 2015, 02:36
Man muss sich das mal in Ruhe überdenken was da aktuell geschieht :
Die Rumänische Steuerbehörde ANAF pfändet die Bankkonten des größten Rumänischen Regionalen Verkehrsunternehmen RATB, zuständig für die Hauptstadt Bukarest. RATB ist nun zur Finanzierung des laufenden Betriebes auf Geld von der Stadt Bukarest angewiesen.
Das ist doch alles wirklich nicht normal, oder ??

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