Rathaus vergrößert sein Vermögen

Neben Sportanlage „Gloria“ nun auch „Arsenal“ im Besitz der Stadt

Mittwoch, 22. August 2018

Reschitza – Die auf 1,7 Millionen Lei geschätzten Sportanlagen, einschließlich das kleine Sporthotel (ehemals „Protokoll-Hotel des Rüstungswerks) des ehemaligen Sportclubs „Arsenal” Reschitza, sind kürzlich in den Besitz der Stadt übergegangen. Damit hat das Rüstungswerk (die „Kanonenfabrik”) „Arsenal” (das zum staatlichen Rüstungskonzern „Romarm” gehört) seine Schulden in Form von ausstehenden Gebühren- und Steuernzahlungen gegenüber der Stadt Reschitza beglichen, während die Stadt ihr öffentliches Vermögen vergrößert hat.

Der Vorschlag zu dieser Form der Schuldenbegleichung kam seitens Romarm und wurde im Rahmen der jüngsten Tagung des Stadtrats auf Vorschlag von Bürgermeister Ioan Popa vom Stadtrat einstimmig angenommen. Die Stadt gewinnt dadurch – wie der Bürgermeister unlängst in einem Pressegespräch betont hatte – auch rund drei Hektar erschlossenen Baugrund für anstehende Projekte, was teure Ausbreitungen der Stadt (und die dazugehörigen Aufschlussarbeiten) über ihren Bebauungsplan hinweg erübrigt. Es handelt sich in erster Linie um den „Arsenal”-Sportplatz und die dazugehörige Villa „Arsenal” (umbaute Fläche: 920 Quadratmeter) samt Parkplatz und mehreren Garagen und einem Umfeld von fast 19.000 Quadratmetern. Alldas geht nun in die Verwaltung der Direktion zur Verwaltung der Öffentlichen und Privaten Domäne (DADPP) des Munizipiums Reschitza über.

Dem Vermögenstransfer waren zwei Evaluierungen vorausgegangen, die, unabhängig voneinander Romarm und die Stadt vornehmen ließen, wonach man sich am Verhandlungstisch auf einen von den Seiten einvernehmlich akzeptierten Wert der Objekte geeinigt hat, 1,7 Millionen Lei. Die Schulden von „Arsenal” der Stadt gegenüber beliefen sich auf 1,664 Millionen Lei.

Wir erinnern daran, dass das Rathaus Reschitza unter ähnlichen Bedingungen 2016 – damals aber per Gerichtsurteil – die Sportanlage „Gloria” der inzwischen aufgelösten Bauarbeitergewerkschaft sowie einer Privatfirma übernommen hat, wodurch die Stadt Besitzerin einer umfassenden Baufläche im Mikrorayon I der Reschitzaer Neustadt geworden ist.

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