Rausschmiss von ANL-Rowdies

30 Bewohnern von ANL-Wohnungen droht Delogierung

Mittwoch, 05. Juni 2013

Karansebesch - Hauptgrund für den drohenden Rausschmiss der Bewohner der über den ANL-Fonds gebauten Jugend- und Sozialwohnungen ist die Nichtzahlung der Mieten oder Übertretungen des Mietvertrags. Vor allem im Stadtteil „Balta Sărată“ hat die Stadt ihre Probleme mit 30 der Mieter der ANL-Wohnungen und ihrem unsozialen Benehmen.

Meist wird bei Zwischenfällen mit den Bewohnern der ANL-Wohnungen der Vermieter, die Stadt, mit Klagen überhäuft, die dann die Stadtpolizei zur Beruhigung der Gemüter ruft. So sind inzwischen der Stadt auch die notorischen Ruhestörer aus diesen Wohnblocks gut bekannt und diesen sind letzte Verwarnungen überreicht worden und die Drohung, dass sie im nochmaligen Wiederholungsfall ihre Wohnungen räumen müssen oder „einfach rausgeschmissen“ werden. Als Gründe für die Räumung der Wohnungen werden in den Übergabeverträgen Rückstände (von zwei und mehr Monaten) bei der Zahlung der Miete an die Stadt angegeben, Zerstörung der Neubauwohnungen, Weiter- oder Untervermietung der von der Stadt zugeteilten Wohnungen (über welche die Mieter in der Regel erst nach fünf Mietjahren und nach Tätigung des erst dann möglichen Kaufs frei verfügen können) oder ein soziales Verhalten, das dem Zusammenleben in Wohn- und Mietergemeinschaften abträglich bzw. für die Mitbewohner des Wohnblocks störend bis inakzeptabel ist.

Bürgermeister Ion Marcel Vela präsentierte auf der jüngsten Tagung des Stadtrats einen Bericht über den Zustand und die Zustände in den ANL-Wohnungen der Stadt, wobei er von der „Existenz vieler Disfunktionalitäten“ sprach, durch welche viele Bewohner „ein zivilisiertes Zusammenleben in den ANL-Wohnblocks gefährden“. „Wir haben auch Fälle, wo unsere Mieter die an sie vermieteten ANL-Wohnungen weitervermieten und selber weiter in denselben miserablen Unterkünften wohnen, aus denen wir ihnen die Chance geboten hatten, herauszukommen. Sozialfälle, die Sozialwohnungen der Stadt weitervermieten!“

Aus all diesen Gründen initiierte Bürgermeister Vela eine Beschlussvorlage, durch welche das Prozedere legitimiert werden soll, nach dem die Mietverträge der ANl-Wohnungen storniert und Mieter, welche die Normen des Zusammenlebens oder die Regeln des Mietvertags übertreten, aus den Wohnungen delogiert werden können. „Unser Ziel ist es, ohne viel Federlesens gegen die Mieter vorgehen zu können, denen alle Regeln schnuppe sind“, erklärte der Bürgermeister seinen Stadträten, sichtlich am Ende mit seiner Geduld.

Die Kommentare im Internet sind hingegen etwas weitsichtiger: „Mit Sicherheit wird unser Bürgermeister auch Modi finden, um diese unangenehmen Mieter zur Vernunft zu bringen“, schreibt jemand, unter Pseudonym. „Zwischen den ANL-Blocks im Balta Sărată-Viertel gibt es so viel zu tun – Grünflächen anlegen und pflegen, Saubermachen, Müll und vor allem Plastikabfälle sortieren und entfernen usw. – dass die säumigen Mieter ohne Weiteres ihre Mietschulden auch abarbeiten können, wenn sich jemand vom Rathaus um die Organisation des Ganzen kümmert. Arbeitseinsatz ist doch auch Geld! Und Rückfälle in die Sozialmisere können durch Arbeit vermieden werden. Oder haben diejenigen, die Sozialfällen Neubauwohnungen aus dem ANL-Fonds zugewiesen haben, nicht gewusst, mit wem sie es zu tun haben?! Dass diese Menschen nicht imstande sein werden, die bescheidenen Mieten zu begleichen, weil sie nahezu kein Einkommen haben? Endziel kann nicht der kürzestfristige Rausschmiss sein.“

Kommentare zu diesem Artikel

Ottmar, 05.06 2013, 11:32
Der Bürgermeister sollte mal den Bericht über Integration der Roma in Berlin lesen und so was kann man sicher auch in Rumänien mit Rumänen entwickeln

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