Reaktionen auf Verleumdung

Berichte über Facebook-Clip von Vâlcov in internationalen Medien

Mittwoch, 05. September 2018

Hermannstadt - Das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien „... fordert entschieden die Entlassung Ihres Beraters Darius Vâlcov nach seinem facebook-Posting, in dem unserer Organisation ein Hakenkreuz assoziiert wird, bzw. das Gleichheitszeichen zwischen uns und einer nationalsozialistischen Organisation gesetzt wird.“ Das Zitat ist dem Schreiben des DFDR an Ministerpräsidentin Viorica Dăncilă vom 3. September entnommen. Weiterhin heißt es in dem vom Vorsitzenden, Dr. Paul Jürgen Porr, unterzeichneten Brief, dass eine solche Haltung eines Amtsträgers unhaltbar sei, umso mehr als Rumänien den Vorsitz des Rates der Europäischen Union übernehmen soll. Gefordert wird von der Premierministerin ferner, sich von derartigen Verleumdungen öffentlich zu distanzieren.

Ebenfalls am 3. September sandte die Fraktion der nationalen Minderheiten im Parlament Rumäniens ein Schreiben an Premierministerin Dăncilă. Darin wird mitgeteilt, dass mit Besorgnis zur Kenntnis genommen wurde, dass in der Öffentlichkeit in der Darstellung des DFDR dessen Wahlzeichen (Herz) durch ein Hakenkreuz ersetzt wurde. Auf der Grundlage des in der Fraktion geltenden Prinzips, dass der Angriff auf jede ihrer Mitgliedsorganisationen ein Angriff auf alle ihre Mitgliedsorganisationen darstellt, lehnen die Abgeordneten die wiederholten derartigen Attacken gegen das DFDR ab und fordern erstens die Entlassung des persönlichen Beraters Darius Bogdan Vâlcov und zweitens die öffentliche Missbilligung der Angriffe, in denen das DFDR als faschistische Organisation mit dem Hakenkreuz als Zeichen dargestellt wird. Das Schreiben wurde einstimmig angenommen und vom Fraktionsleader Varujan Pambuccian unterzeichnet.

Missbilligt hat die Verleumdungen des DFDR und von Staatspräsident Klaus Johannis, der ebenfalls von Vâlcov mit Hitler-Schnurrbart dargestellt worden ist, Dr. Aurel Vainer, der Vorsitzende der Föderation der jüdischen Gemeinschaften in Rumänien. Laut Medienberichten bezeichnete er Johannis als „das Gegenteil einer Person mit NS-, antisemitischen oder xenophoben Überzeugungen“. In seinem Namen und jenem der Föderation wehre er sich dagegen, dem mit der Mehrheit der stimmberechtigten Bürger des Landes gewählten Präsidenten das Antlitz von Adolf Hitler, dem Mörder von Millionen Juden im Holocaust, zu verleihen. Vainer erwähnt die Bemühungen von Johannis auf dem Weg Rumäniens zur NATO- und EU-Vollmitgliedschaft und dass zwischen der Föderation und dem DFDR „ausgezeichnete Arbeitsbeziehungen“ bestehen, die ein Beispiel für „Frieden und gegenseitiges Verstehen“ sind. Auch teilte er mit, dass er mit dem DFDR-Abgeordneten Ovidiu Gan] eine „solide Partnerschaft aufgebaut hat, die auf gegenseitiger Achtung und Freundschaft fußt“. Stellung genommen gegen den von Vâlcov geposteten Clip hat am Montag auch das Elie-Wiesel-Institut für die Holocaust-Erforschung in Rumänien.

Über den Videoclip mit der Hitlermontage sowie Assoziierung des DFDR mit dem Hakenkreuz haben am Montag eine Reihe bedeutender internationaler Presseagenturen und Publikationen berichtet.

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