Rechenschaft abgelegt

Bischof em. D. Dr. Christoph Klein stellte Zeugnis über 20-jährige Amtszeit vor

Mittwoch, 27. November 2013

Nach der Buchvorstellung signierte Bischof em. Dr. Klein Bücher, im Foto dem DFDR-Vorsitzenden Dr. Paul-Jürgen Porr.
Foto: Hannelore Baier

Hermannstadt - Als „einzigartiges Werk von europäischer Weite“ bezeichnete Bischofsvikar Dr. Daniel Zikeli das Buch von D.Dr. Christoph Klein „Über Bitten und Verstehen“, das am Freitagabend in feierlichem Rahmen im Bischofshaus vorgestellt wurde. „Zwanzig Jahre im Bischofsamt der Evangelischen Kirche Augsburger Bekenntnisses in Rumänien 1990 – 2010“ lautet der Untertitel des 535 Seiten umfassenden Bandes, gewidmet hat ihn der emeritierte Bischof den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die ihm im Dienst als Bischof tätig zur Seite standen. In ihm lege Dr. Klein Zeugnis ab über die wichtigsten Ereignisse seiner 20-jährigen Amtszeit, sagte Reinhart Guib, der Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in seinen Begrüßungsworten, und fügte hinzu: In den Jahren seines Unruhestandes habe Dr. Klein ein Buch zusammengefasst, das unsere Geschichte darstellt.

Das Buch umfasse die „Gestalt und Gestaltung“ der Kirche in zehn programmatisch ausgerichteten Kapiteln, so Bischofsvikar Dr. Zikeli, der es vor zahlreich versammeltem Publikum vorstellte. In ihnen werde der Werdegang „aus etablierter Gestalt der Volkskirche zur lebendigen Gestalt einer Diasporakirche“ veranschaulicht. Der fast ebenso umfangreiche Anhang umfasst die wichtigsten Urkunden, die der Umgestaltung zu Grunde lagen und stellen, so Dr. Zikeli, eine „Quellensammlung“ dar, die manchem Historiker die Recherche erleichtern wird.

Erst wenn man das Buch liest, stelle man fest, was innerhalb von nur zwanzig Jahren alles geschehen konnte trotz Unsicherheiten und Umbruchszeit, so Dr. Zikeli. Er erwähnte als zentrale Anliegen des emeritierten Bischofs die über 500 Besuche in Gemeinden, sein Bemühen für das Besetzen der vakanten Pfarramtsstellen, aber auch jenes in den diakonischen Aufgaben, die Weichenstellungen beim Sammeln, Sichern und Aufbewahren des Kulturgutes sowie den Erhalt des Theologischen Institutes als zentrale Anliegen.

Der Titel des Buches geht von den beiden Dimensionen aus, die seinen Verfasser und dessen Tun maßgeblich geprägt haben und über die er zuvor in seiner Abschiedspredigt aus dem Bischofsamt reflektiert hatte: „Bitten“ und „Verstehen“ beschreiben im Wesentlichen das, worauf es letztlich im Leben ankommt und zwar das „Bitten“ um Hilfe bei aufbrechenden Problemen und das „Verstehen“, also das denkerische Durchschauen und Beurteilen der Probleme. Er habe in dem Buch aber auch Rechenschaft abgelegt nach einer solch wichtigen historischen Zeit, und sich dabei vielleicht auch ein wenig zu rechtfertigen versucht, dass nicht alles so gelaufen ist, wie er es sich gewünscht hätte, sagte Dr. Klein bei der Buchvorstellung.

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