Rechtskräftiges Urteil im Fall Sorin Ovidiu Vântu

Acht Jahre Gefängnis und 13 Millionen Dollar beschlagnahmt

Donnerstag, 23. Februar 2017

Bukarest (Mediafax/ADZ) – Das Bukarester Appellationsgericht hat den Geschäftsmann und Gründer des Pyramidenspiels Nationaler Investmentfond (FNI), Sorin Ovidiu Vântu, wegen Geldwäsche zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Gleichzeitig wurde verfügt, dass von dessen Vermögen Werte von umgerechnet 13 Millionen Dollar beschlagnahmt werden. Vântu hatte im Jahr 2000, als der FNI zusammenbrach, 90 Prozent der Summen abgezogen, übrig blieben 318.000 betrogene „Investoren“. In derselben Sache ist zuerst Ioana Maria Vlas, genannt „Mutter des FNI“ verurteilt worden, die ihre Strafe inzwischen verbüßt hat. Ein anderer Mittäter, Nicolae Popa, war nach Indonesien geflüchtet und konnte zurückgeführt werden, er sitzt gegenwärtig in Bukarest ein. Sorin Ovidiu Vântu verbüßt gegenwärtig eine Haftstrafe von sechs Jahren und zehn Monaten in der Affäre Petromservice. Während des Prozesses, in dem ihn Sebastian Ghiţă wegen Erpressung verklagt hatte, forderte Vântu des öfteren seine Freilassung, um seinen Lungenkrebs in einer Privatklinik in Wien behandeln zu können. Für den Nationalen Investmentfond (FNI) hatte seinerzeit der Staat durch die damalige Sparkasse CEC garantiert, so müssen auch die Entschädigungen an die betrogenen Anleger hauptsächlich vom Staat bezahlt werden. Das ist etwa zur Hälfte geschehen, die restlichen Anleger warten noch immer auf ihr Geld.

Kommentare zu diesem Artikel

Alexander, 25.02 2017, 14:23
Vântu möchte sich also in einer Privatklinik in Wien behandeln lassen? Er soll mal schön die Krankheitsversorgung des Landes nutzen, von dem er provitiert hatte - ganz so, wie all die Rumänen, die sich Provatkliniken in Wien nicht leisten können.

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