Regierung beschließt Renten- und Mindestlohnanhebung

Wenig Chancen für Senkung der Sozialabgaben

Mittwoch, 06. November 2013

Bukarest (ADZ) - Nach zweiwöchigen Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern hat Premier Victor Ponta am Montagabend eine ab 2014 geltende inflationsberichtigte Rentenerhöhung um 3,76 Prozent bekannt gegeben. Auch sollen der Mindestlohn schrittweise und die Bezüge staatlicher Geringverdiener um 3 bis 4 Prozent angehoben werden, teilte Ponta mit.

So wird der aktuell bei 800 Lei liegende Mindestlohn zum 1. Januar 2014 auf 850 Lei und zum 1. Juli auf 900 Lei angehoben, während die Löhne einiger „benachteiligter“ Kategorien von Staatsbediensteten, nämlich der Einsteiger ins Lehramt und der jungen Ärzte in der Fachausbildung, im kommenden Jahr geringfügig erhöht werden sollen. 

Die von der Regierung seit Monaten in Aussicht gestellte Senkung der Sozialabgaben bleibt indes vorerst ein Wunschtraum: Zwar sei eine fünfprozentige Senkung der Sozialabgaben auf Arbeitgeberseite „intensiv“ debattiert worden – die Maßnahme könne jedoch bestenfalls in der zweiten Jahreshälfte und auch nur dann umgesetzt werden, wenn bis dahin die dafür „nötigen finanziellen Ressourcen“ ausfindig gemacht würden, um den Haushalt nicht zu beeinträchtigen, erläuterte der Premier. Angesichts der Tatsache, dass eine fünfprozentige Senkung der Sozialabgaben den Etat um rund eine Milliarde Euro schmälern würde, bleiben Wirtschaftsanalysten skeptisch in Bezug auf die Umsetzung dieser Maßnahme im kommenden Jahr.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 07.11 2013, 00:42
Ohne Diskussion,Helmut!Da hast Du recht...Deine Hoffnungen wurden so oft zerstört,das ich zweifle,ob Dein Wunsch Wirklichkeit werden kann.Flat-Tax ist unsozial,keiner macht etwas dagegen!Verbrauchssteuern anzuheben,das trifft die Armen am meisten.
Helmut, 06.11 2013, 21:35
Was hilft eine Anhebung der Renten -und Mindestlöhne,wenn Steuern so angehoben werden,daß es zu einer massiven Teuerung im Lande kommen wird.Diese wird am Ende wieder von allen Branchen auf die Endverbraucher abgewälzt und die kleinen Leute und die ärmsten der Armen bleiben wieder übrig.Ist das SOZIALDEMOKRATISCHE POLITIK ?????? Vielleicht sollte man einmal das Geld von jenen holen,welche sich seit Jahren ihre Geldkonten auf Kosten der arbeitenden Menschen auffüllen und ein Leben in Saus und Braus führen.Es wäre endlich an der Zeit ,daß eine Banken- und Reichensteuer eingeführt wird,damit auch die ständigen Gewinner und Abzocker einen echten Beitrag zur Sanierung des Landes leisten.

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