Regierung fährt Zickzackkurs in puncto Lohnabgaben

Kein Transfer einiger Lohnnebenkosten

Freitag, 22. September 2017

Bukarest (ADZ) - Die Regierung scheint von ihren Transferplänen in puncto Lohnabgaben einiger-maßen abzurücken: Wie der Chef der Gewerkschaftsföderation Cartel Alfa, Bogdan Hossu, am Mittwoch nach Gesprächen mit Vizepremier Marcel Ciolacu sowie den Ministern für Arbeit, Finanzen und Justiz bekanntgab, sollen ab 2018 nun doch nicht alle, sondern nur einige, bisher auf Arbeitgeberseite fällige Lohnabgaben vom Arbeitnehmer geschultert werden.
Vor allem die Bezüge für Arbeitslosenversicherung, Berufsrisiken, Krankenurlaub u. a. würden auch künftig vom Arbeitgeber zu entrichten sein, sagte Hossu. Der Gewerkschaftler fügte hinzu, der Justizminister habe ihm zudem zugesichert, dass das einschlägige Gesetz betreffend den Abgabentransfer Arbeitgeber „ausdrücklich verpflichten“ wird, die Bruttolöhne ihrer Mitarbeiter um 20% anzuheben, damit letztere die neue Abgabenlast bei mehr oder minder ungeschmälerten Nettolöhnen verkraften können. Skeptisch gab sich indes der Chef der Gewerkschaftsföderation BNS, Dumitru Costin: Die Regierung behaupte heute das eine und morgen das andere, ohne ein von ihr gebilligtes Dokument habe er hierzu nichts mehr zu sagen, so Costin.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 22.09 2017, 20:04
So ähnlich sehe ich das auch,Peter.Lernfähig sind diese Amateure nicht.Erst wird beschlossen,dann diskutiert,dann geändert,wieder diskutiert etc etc.Investoren vertreibt man damit .
Peter, 22.09 2017, 19:19
Somit hätte die Regierung ihr Wahlversprechen „Höhere Löhne“ eingehalten. Von einer Abgabenerhöhung war, meines Wissens nach, vor der Wahl nicht die Rede. Diese Regierung kann man als hinterlistiges und unfähiges Pack bezeichnen. Anstatt etwas fürs Land bzw. Volk zu tun, wird nur eine schwammige Politik gemacht, mal hü mal hott und der Ausverkauf der Ressourcen (Arbeit, Boden und Umwelt) geht weiter. Das rumänische Sprichwort: „Rumänien ist ein schönes Land, nur schade, dass Menschen drin wohnen“, müsste anders lauten, nämlich: „…. nur schade, dass es solche Politiker hat“.

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