Regierung legt Projekt für neue Abgabenordnung vor

Tiefere Konsum- und Einkommenssteuern anvisiert

Freitag, 20. Februar 2015

Symbolfoto: freeimages.com

Bukarest (ADZ) - Das Finanzministerium hat am Mittwoch einen Gesetzentwurf vorgestellt, welcher ab 2016 die Steuerabgaben neu regeln soll. Die wichtigsten vorgeschlagenen Änderungen wären die Senkung der Mehrwertsteuer von 24 Prozent auf 20 Prozent ab dem 1. Januar 2016 und auf 18 Prozent ab 2018. Die MwSt. für Fleisch, Fisch, Gemüse und Früchte könnte ab nächstem Jahr auf neun Prozent sinken.

Weiter schlägt Finanzminister Darius Vâlcov vor, die Einkommens- und Gewinnsteuer ab 2019 von 16 auf 14 Prozent zu senken sowie Dividenden gar nicht mehr zu besteuern. Die Sozialabgaben sollen ab 2017 von 10,5 auf 7,5 Prozent für Angestellte und von 15,8 auf 13,5 Prozent für Arbeitgeber sinken. Ebenfalls sollen Konsumsteuern für Treibstoff und Alkohol sinken.

Kleinstunternehmen mit einem Jahresumsatz unter 65.000 Euro und zwei oder mehr Angestellten würden laut dem Projekt ein Prozent des Jahresumsatzes als Steuer abgeben müssen. Falls nur eine Person angestellt ist, steigt die Steuer auf drei Prozent, und sollte niemand angestellt sein, wird noch eine Strafsteuer von 1530 Lei pro Quartal fällig.

Das Finanzministerium rechnet als Folge der Maßnahmen mit 16,26 Mrd. Lei weniger Steuereinnahmen, durch weniger Steuerhinterziehung würden aber 9,45 Mrd. Lei wieder kompensiert. Außerdem soll das Wirtschaftswachstum um 1,7 Prozent höher ausfallen und es sollen 325.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Kommentare zu diesem Artikel

Sraffa, 22.02 2015, 22:58
Viele der dargestellten Vorschläg sind für die Tonne , z.B. Keine Gewinnsteuer auf Dividende, niedrigere Steuern auf Alkohol,Treibstoffe. Wer hat sowas verbrochen und vor allem warum ????
Was soll das Theater mit den Kleinunternehmen ? Her muß eine progressive Einkommensbesteuerung und eine effeziente, vor allem sachkundige und nichtkorrupte/dafür ordentlich entlohnte Steuerverwaltung mit Steuerfahndung welche diesen Namen auch verdient !
Hanns, 21.02 2015, 17:24
@Manfred - der Staat hätte genug Geld würde nicht mehr als 50% des Staatshaushaltes durch die korrupten Politiker und deren Freunde abgezweigt werden.
Manfred, 20.02 2015, 21:07
Der Staat hat jetzt schon kein Geld,um die nötigsten Ausgaben zu tätigen,siehe Gesundheitswesen,Bildung,Justitz,Infrastruktur...Wie sieht die Gegenfinanzierung aus?Warum soll Alkohol niedriger besteuert werden?Mehr Fragen als Antworten!
Helmut, 20.02 2015, 18:34
JEDE STEUERREFORM, WELCHE DIE BÜRGER ENTLASTET UND DAMIT DIE KAUFKRAFT HEBT MUSS POSITIV BETRACHTET WERDEN !!!!!!. Durch eine Reduzierung der Mwst wird jeder entlastet und das ist gut so , es wird damit wird auch für eine positivere Grundstimmung in der Bevölkerung gesorgt.Überlegenswert wäre die Einführung einer Kapitalsubstanzsteuer und eine höhere Erbschaftssteuer ab einem Vermögen von Euro 750.000.- bis 1 Million.Damit würden die Reichen und Superreichen einen echten Beitrag zur Gerechtigkeit in Rumänien leisten.Ich bin überzeugt das bei einer solchen Steuer 2-3 Milliarden Euro jährlich in das Buget,für Soziales,Bildung Gesundheit etc., einfliessen würden.Natürlich muß man bei den Versuch der Einführung einer solchen Steuer mit goßem Widerstand des betroffenen Personenkreises rechnen.Diese Forderung nach einer solchen Steuer hat nicht mit Neid zu tun,sondern wäre ein Akt zur Gerechtigkeit.Vor Einführung sollte es eine verbindliche Volksbefragung geben. Von einer gesunden,einer im verbesserten sozialen Umfeld lebenden und besser ausgebildeten Bevölkerung, würde nicht nur der Staat sondern auch alle Reichen und Superreichen schlußendlich profitieren.
Carlo, 20.02 2015, 03:54
Dieses Finanzministerium mit seinen Vorschlägen, alles Leute mit halbem Hirn.
Mwst.auf 20 %, auf Lebensmittel max.9% in Ordnung! Alkohl 20 % !
Untere Schicht muss entlastet werden.Freibetrag in angemessener Höhe.Für die Besserverdienenden einen progressiven Steuersatz.Gewinnsteuer auf Zinsen mit Freibetrag.
Kleinunternehmer sind die Verlierer. Der Umsatz sagt nichts von Gewinn. Steuern nach Umsatz bzw. Mitarbeiterzahl.Ungerecht.
Zum Beispiel: Der Reifenwechsler
ohne Angestellten, sein Umsatz 40.000 €. minus 30.000€ für Kauf von Reifen und Zubehör. Was bleibt noch nach Steuern?

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