Regierung will Anstellungen im Staatssektor vornehmen

Premier Ponta: Werden Defizitziel nicht gefährden

Dienstag, 24. Juli 2012

Symbolbild: sxc.hu

Bukarest (ADZ) - Regierungschef Victor Ponta hat am Samstag während eines Aufenthalts in Miercurea Ciuc bekanntgegeben, dass die Koalition beabsichtigt, im Staatssektor wieder Einstellungen vorzunehmen.

Man werde mit der demnächst in Bukarest erwarteten Evaluierungsmission des Internationalen Währungsfonds (IWF), der EU und der Weltbank die Möglichkeit von Neueinstellungen im öffentlichen Bereich erörtern. „Wir wollen vorschlagen, die derzeitige Vorgabe über 1 zu 7 (eine Anstellung bei 7 Entlassungen Anm. d. Red.) zu lockern, ohne das ausgehandelte Limit bei Lohnausgaben im Staatssektor zu sprengen“, sagte Ponta in einem Gespräch mit den Bürgermeistern der Verwaltungsbezirke Harghita, Covasna und Muresch. Einstellungen sollten überall vorgenommen werden können, wo akuter Personalmangel herrsche – „egal, ob in Rat- oder in Krankenhäusern“, so Ponta gegenüber den Stadtvätern. Letztere hatten erhebliche Schwierigkeiten in der Alltagsverwaltung beklagt – einige berichteten, aufgrund des gravierenden Personalmangels sogar als „Müllmann oder Hebamme“ einspringen zu müssen.

Er werde mit der IWF-Mission umgehend entsprechende Verhandlungen eingehen, die internationalen Gläubiger hätten gegen „gute und logische Vorschläge“ noch nie etwas einzuwenden gehabt, solange das Defizitziel ungefährdet bleibt, versicherte der Premier.

Kommentare zu diesem Artikel

Helmut, 24.07 2012, 16:01
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....Für alle Bürger,in allen Länder der Welt, welche keine Staatsbediensteten sind,gibt es immer zu viele Staatsbeamte.Als EU-Experte wird er sicher auch festgestell haben,dass der Apparat der EU eine total aufgeblähte Beamtenhochburg ist und noch dazu mit riesigen Privilegien..Hunderte Millionen werden vergeudet und die Korruption innerhalb der EU-Behörden ist ja auch nicht klein.
Die neuen Beamten in Rumänien werden sicher für ihr Land gute Arbeit leisten und hoffentlich die Ausgaben Wert sein.
Hanns, 24.07 2012, 14:37
Ich war im Zuge der Vorbereitung des EU-Beitritts von Rumänien einige Jahre als EU-Experte in der rumänischen Verwaltung tätig. Überall gab es zu viele Bedienstete, die für nichts zuständig waren („roles and responsibilities“ war ein Fremdwort!). Viel zu viele Bedienstete haben viel zu wenig produziert. Ich weiß wovon ich spreche. Nur so nebenbei, ich war in der Zeit der Nastase-Regierung als EU-Experte in Bukarest.
Wenn ich Griechenland als Vergleich genommen habe, dann habe ich nur das Problem bei den Staatsbediensteten gemeint. Über etwas anderes wurde ja hier im Beitrag der ADZ nicht geschrieben, oder irre ich mich?
Auch liegt es mir fern Rumänien schlecht zu reden. Das Gegenteil ist der Fall; ich komme gerne regelmäßig (zweimal pro Jahr) nach Rumänien und dies nicht nur weil meine Frau eine Rumänin ist.
Helmut, 24.07 2012, 14:05
1)Herr Hanns ich lasse Ihnen gerne Ihre Meinung,aber respektieren Sie auch die Meinung anderer?.
2)Wieder schreiben Sie nicht alles...die Probleme Griechenlands liegen nicht nur an den Staatangestellten, sondern zu 90% auf anderen Gebieten(Steuerbetrug,Banken,etc.).Bitte, lesen sie doch die Berichte der zuständigen EU-Abteilungen bzw.Zeitungsberichte genauer.Danke.
3)Die Anzahl der Staatsangestellten wird sich nicht verfünfachen,sondern auf den von mir bereits erwähnten Gebieten vergrößert.
Wenn Sie genauere Informationen aus Rumänien einholen ,werden Sie erkennen das die Regierung durch Umstruktuierungsmaßnahmen,die Ausgaben ziemlich gleich halten wird.
4)Sie zeigen immer wieder in Ihren Beiträgen auf,wie schlecht die Lage in Rumänien ist.Wer hat den die letzten Jahre regiert? Basescu und seine PDL.
Andere werden es in Zukunft besser machen
MfG:)
Hanns, 24.07 2012, 13:33
Helmut! Sie mögen mich offensichtlich nicht, weil ich anderer Meinung bin! Ich habe kein Problem damit.
Hanns, 24.07 2012, 13:26
Rumänien geht den Weg Griechenlands. Dort hat man auch innerhalb der letzten 25-30 Jahre die Anzahl der Staatsbediensteten verfünffacht und jetzt benötigt man Hilfe von auswärts, um den aufgeblähten Staatsdienst finanzieren zu können!
Offensichtlich gibt es in Rumänien genug Geld dafür, vor allem jetzt vor dem Referendum, weil da sind solche Versprechungen sehr hilfreich. Aber Spaß beiseite - wer wird das alles bezahlen? Dann wird wieder gejammert wenn Gehälter gekürzt werden.
Helmut, 24.07 2012, 13:12
Wer Wähler als "Stimmvieh "bezeichnet,zeigt seine wahre Geisteshaltung!!!!!!..........Wozu mehr Staatangestellte?Ein einfach zu beantwortente Frage:im Gesundheitswesen,Bildungswesen,Kindergärten,Altenbetreuung u.v.m.Hier benötigt man raschest neues und auch gut ausgebildetes Personal und hier darf auch nicht gespart werden.Die Regierung Ponta hat richtig erkannt wo der Hebel anzusetzen ist.Vieles wurde leider unter der letzen Regierung der PDL verabsäumt.Die alte Regierung hatte oft falsche Prioritäten.Besonders in Österreich aber auch in anderen EU-Staaten hat man auch erkannt das man mehr Personal auf vielen Gebieten(w.o.erwähnt)benötigt. .Natürlich muß man auf anderen Gebieten Personal einsparen.Die Regierung Ponta hat dazu ein klare Vorstellungen, wie dadurch die Ausgaben nicht erhöht werden müssen.Ja,es gibt halt Leute die bezeichnen andere als Schelme und sind selbst solche.Immer schön eine ehrliche Diskussion führen Herr Hanns,nicht nur Propagandawörter von sich geben.
Hanns, 24.07 2012, 09:08
Wozu benötigt man mehr Staatsangestellte? Es gibt jetzt schon zu viele; viel mehr als in westeuropäischen Staaten! Wer soll das bezahlen? Das Geld könnte viel besser in Infrastruktur investiert werden. Ein Schelm könnte denken .... Herr Ponta benötigt mehr "Stimmvieh"!

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