Regierung will Gesetz gegen sinkende Bruttolöhne

Zeitweilige Maßnahme wegen Abgabentransfer

Donnerstag, 21. September 2017

Bukarest (ADZ) - Finanzminister Ionuţ Mişa hat am Dienstag erstmals eingeräumt, dass die geplante Übertragung aller Lohnabgaben auf die Arbeitnehmer die Nettolöhne in der Realwirtschaft sinken lassen könnte – ein Fakt, den bisher sowohl Regierung als auch PSD-Spitzen stets bestritten hatten. Um dem entgegenzuwirken, überlege die Regierung ein Gesetz, das private Unternehmen zu steigenden Bruttolöhnen bzw. „zur Beibehaltung einer gewissen Höhe des Bruttolohns“ zwingen soll, damit die Nettobezüge der Arbeitnehmer nach Abführen aller Lohnabgaben nicht unter ihre gegenwärtigen fallen, erläuterte Mişa dem Wirtschaftsausschuss des Senats. Besagte Regelung werde eine „zeitlich befristete“ sein, um sicherzustellen, dass nach dem Abgabentransfer von Arbeitgeber zu Arbeitnehmer „eine gewisse Höhe des Bruttolohns“ beibehalten wird. Der Staat habe „schließlich das Recht, fiskalische Regeln und Grundsätze festzulegen, wenn er sie für nötig hält“, fügte der Minister hinzu. Wirtschaftsexperten sind indes anderer Meinung: Kein Gesetz könne in geltende Arbeitsverträge eingreifen, damit würde die Regierung gegen gleich mehrere Artikel der Verfassung verstoßen.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 21.09 2017, 19:54
Die Wähler dürfen sich zum wiederholten Male fragen,warum sie diese Dilletanten gewählt haben...Die Nichtwähler dürfen sich ihrer Untätigkeit schämen.
Gerd, 21.09 2017, 13:29
@Jens: Was wollen sie von diesem Haufen, der sich Regierung nennt denn Sinnvolles erwarten?Sie sollen in dieser Frage endlich mal die Karten auf den Tisch legen und nicht jeden Tag ne neue Sau durchs Dorf treiben.Ich erlebe im Moment nur das es in der Bevölkerung gewaltig brodelt....
Jens, 21.09 2017, 12:21
Ich glaube ich stehe auf dem Schlauch. Die Angestellten und Arbeiter sollen alle Lohnnebenkosten zahlen und wenn der Bruttolohn gleich bleibt haben sie netto trotzdem genau so viel in der Tasche wie vorher. Wie geht das?
Kann man nicht gleich davon reden, dass man den Arbeitgeberanteil streicht. Mal davon abgesehen, das dann noch die Frage bleibt woher das Geld sonst kommen soll.

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