Regierung will Schulden der CFR teilweise streichen

4,5 Milliarden Lei in Aktien umgewandelt

Mittwoch, 18. Januar 2012

In den letzten Jahren sind Schulden und Verluste der CFR SA kontinuierlich gestiegen, von einer Milliarde Lei 2007 auf 5,2 Milliarden Lei 2011.
Foto: sxc.hu

Bukarest (ADZ) - Die Regierung will Schulden der staatlichen Eisenbahngesellschaft CFR SA an den Staatshaushalt in Höhe von 4,5 Milliarden Lei (mehr als eine Milliarde Euro) streichen und in Aktien umwandeln, die dann vom Verkehrsministerium als einziger Aktionär übernommen werden sollen. Wie Mediafax berichtet, hat das Ministerium in diesem Sinne den Entwurf eines Dringlichkeitserlasses ausgearbeitet und der Exekutive vorgelegt.
In den letzten Jahren sind Schulden und Verluste der CFR SA kontinuierlich gestiegen, von einer Milliarde Lei 2007 auf 5,2 Milliarden Lei 2011. Durch die Streichung soll die ökonomisch-finanzielle Lage der Gesellschaft ausgeglichen werden, damit sie ihrerseits ihre Verbindlichkeiten an Lieferanten wie etwa Electrica SA tilgen kann.

Einer Weltbank-Studie vom Herbst vergangenen Jahres zufolge, ist ein Viertel der 760 staatlichen Gesellschaften (darunter auch CFR SA) nicht wettbewerbsfähig, hat unverwertbare Aktiva und ist de facto pleite. Die Regierung hat im Rahmen des Abkommens mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) unter anderem der Restrukturierung von einigen zig Staatsgesellschaften zugestimmt. Die rumänischen Behörden schätzten Ende vergangenen Jahres, dass dadurch deren Verbindlichkeiten um fünf bis sechs Milliarden Lei verringert werden könnten, was etwa einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts entsprechen würde.

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