Regierungschef Mihai Tudose nach Vertrauensentzug zurückgetreten

Staatschef beauftragt Mihai Fifor mit der kommissarischen Regierungsführung

Dienstag, 16. Januar 2018

Von der eigenen Partei gestürzt: Regierungschef Mihai Tudose ist nach kaum sieben Monaten im Amt zurückgetreten.
Foto: Agerpres

Bukarest (ADZ) - Regierungschef Mihai Tudose ist am späten Montagabend zurückgetreten, nachdem ihm die regierenden Sozialdemokraten (PSD) auf einer Dringlichkeitssitzung ihres Leitungsgremiums das Vertrauen entzogen hatten. Im Machtkampf mit seinem Parteichef Liviu Dragnea ist der 50-Jährige nach seinem Vorgänger Sorin Grindeanu bereits der zweite Premier, den die regierenden Sozialdemokraten innerhalb eines Jahres des Amtes entheben. In einem knappen Statement sagte Tudose lediglich, dass er „mit erhobenem Haupt“ abtrete und für eine Übergangslösung nicht zur Verfügung stehe.

Staatschef Klaus Johannis beauftragte Dienstagmittag Verteidigungsminister Mihai Fifor (PSD) mit der kommissarischen Regierungsführung und kündigte für Mittwoch Beratungen mit den Parlamentsfraktionen an. Er sei zutiefst besorgt wegen der neuen Regierungskrise, es sei nun schon zum zweiten Mal binnen eines Jahres, dass eine PSD-Regierung scheitere.

Auslöser der neuen Regierungskrise waren Tudoses Pläne betreffend einen erheblichen Umbau seines Kabinetts gewesen, wobei vor allem die Vertrauten Liviu Dragneas, allen voran die angeschlagene Innenministerin Carmen Dan, auf seiner Abschussliste gestanden hatten.

PSD-Chef Liviu Dragnea räumte am Montagabend gegenüber der Presse ein, augenscheinlich „ein schlechtes Händchen“ bei Regierungschefs zu haben und die Entscheidung betreffend Tudoses Nachfolger daher diesmal dem Exekutivrat seiner Partei zu überlassen. Besagtes Leitungsgremium wollte schon Dienstag über die Personalie beraten. Dem zurückgetretenen Tudose warf Dragnea vor, sowohl innerparteiliche als auch innerhalb der Regierung bestehende Konflikte gefördert statt abgebaut zu haben.

Kommentare zu diesem Artikel

MichaelAvape, 18.12 2018, 11:14
Aaroncam, 18.12 2018, 06:49
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Bennytuh, 18.12 2018, 01:14
Peter, 17.01 2018, 08:10
Dieser Rücktritt hat sich mit einem anderen Ereignis überschnitten, gestern ist der japanische Premier mit einer Wirtschaftsdelegation zum Staatsbesuch in Rumänien eingetroffen. Peinlich kann ich da nur sagen, da kommt der Regierungschef eines der reichsten Länder und von der rumänischen Regierung ist niemand da um ihn zu empfangen. Die begleitende Delegation ist bestimmt nicht nach RO gekommen, um Urlaub zu machen, die wollen Investieren und kein Gesprächspartner, besser gesagt keine Regierung ist da. Bekanntlich wird in Japan die Höflichkeit groß geschrieben, was werden sie jetzt über Rumänien denken? Das kommt raus, wenn sich Dummheit mit Egoismus und Sturheit paart. In einigen Foren habe ich gelesen das sich viele schämen ein Rumäne zu sein.
Zu geforderten Neuwahlen kann ich nur sagen: Die PSD ist regierungsunfähig!
Manfred, 16.01 2018, 19:46
Nachsatz:Da die neue Kanditatin Dragneas aus seinem Heimatkreis Teleorman kommt,muß Johannis Entscheidung ein ganz klares NEIN sein.
Manfred, 16.01 2018, 19:33
Jens!Meines Wissens hat Johannis der PSD gedroht(solle auch Tudose scheitern),mangels nachgewiesener Unfähigkeit zum Regieren keinen Kanditaten aus deren Reihen mehr zu bestätigen.Warten wir ab.
Mario, 16.01 2018, 16:30
Hat Johannis überhaupt eine Stärke?
Jens, 16.01 2018, 15:15
Wird es jetzt nicht doch mal Zeit, dass ein Präsident sagt, das hat nichts mehr mit dem Votum der letzten Wahlen zu tun, also müssen sich die Parteien einen neuen Wählerauftrag abholen?
Aber auf Konfliktkurs zu gehen ist ja leider nicht so seine Stärke.

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