Regio-Programme laufen erfolgreich

Agentur für Regionalentwicklung informiert über die Umsetzung von Projekten in der Zentrumsregion

Freitag, 30. August 2013

Das Dach der evangelischen Stadtpfarrkirche in Hermannstadt wird mit Regio-Mitteln saniert. Foto: Andrey Kolobov

Hermannstadt - Die Umsetzung des von der Europäischen Union aufgelegten Regio-Programms gehört zu den wenigen Erfolgsgeschichten mit Blick auf die Verwendung von EU-Fördergeldern. Erst kürzlich veröffentlichte die Agentur für regionale Entwicklung in der Zentrumsregion (ADR) eine Übersicht über die bisher realisierten Projekte in den verschiedenen Förderachsen.

Insgesamt sind bei der ADR im Förderzeitraum 2007-2013 1125 Projektvorschläge eingereicht worden. Etwa ein Drittel genehmigten die Prüfer, in der Folge konnten bis zum Stichtag 29. Juli 392 Finanzierungsverträge abgeschlossen werden. Weitere 160 Projekte sind prinzipiell förderfähig, sie befinden sich jedoch wegen des ausgeschöpften Finanzrahmens auf der Warteliste. Abgeschlossen wurden bislang 181 Projekte in den sechs zur Zentrumsregion gehörenden Kreisen Alba, Covasna, Harghita, Hermannstadt/Sibiu, Kronstadt/Braşov und Mureş. Über 185,6 Millionen Euro

Die ADR präsentiert auch einen Blick auf die Projekte in den fünf Förderachsen. Im Bereich 1 „Nachhaltige Stadtentwicklung“ werden bis 2015 120 kommunale Straßen auf einer Länge von 59 Kilometern saniert, sieben Sozialzentren modernisiert und ausgestattet, städtische Zentren durch Straßen- und Platzsanierungen aufgewertet wie z.B. in der Hermannstädter Unterstadt oder in den Ortszentren von Zeiden/Codlea oder Rosenau/Râşnov. In letzterer Ortschaft wird mit Regio-Mitteln eine Bahn zur Bauernburg errichtet.

Knapp 230 Kilometer Kreisstraßen konnten über die Förderachse 2 „Verbesserung der Transportinfrastruktur“ saniert werden, darunter die DJ 106 zwischen Hermannstadt/Sibiu und Agnetheln/Agnita. Ebenso wurden mit Geldern aus diesem Förderschwerpunkt 6 Kilometer Umgehungsstraßen und 29 Kilometer kommunaler Straßen modernisiert.

Die „Verbesserung der Sozialinfrastruktur“ ist Schwerpunkt der Förderachse 3. Die hier geförderten Projekte kommen vor allen Schülern und sozial schwächeren Menschen zu Gute. Die Liste der Projekte umfasst unter anderem 6 modernisierte Ambulatorien, ein Kreiskrankenhaus, sechs Sozialzentren, 10 Altenheime, die Anschaffung von 44 Fahrzeugen für medizinische Notdienste und Feuerwehren sowie 33 modernisierte Schulen. Apropos Schulen, insgesamt 32,5 Millionen flossen in diese, informiert die ADR kurz vor Beginn des neuen Schuljahres. Gleichzeitig seien die hierfür vorgesehen Mittel bei weitem nicht ausreichend angesichts einer Zahl von 104 eingereichten Projekten mit einem Wert von 125 Millionen Euro.

Die Hilfen zur „Unterstützung der Wirtschaft“ der Achse 4 nahmen 228 Kleinunternehmen in den sechs Zentrumskreisen in Anspruch. Es wurden ferner sechs Geschäfts- und Gründerzentren bzw. Bürohäuser sowie ein Logistikpark errichtet, in denen laut ADR 800 Arbeitsplätze entstanden. Weitere 550 Arbeitsplätze schufen Investoren bei der Umwandlung stillgelegter Fabriken.

Das 18-Kirchenburgen-Projekt der evangelischen Kirche A. B. in Rumänien ist eines der herausragenden Beispiele für die Leistungen, die mit Hilfe der Gelder aus der Achse 5 „Nachhaltige Entwicklung und Förderung des Tourismus“ ermöglicht wurden. Saniert wurde weiters die Festungsanlage in Karlsburg/Alba Iulia, der Dachstuhl der evangelischen Stadtpfarrkirche in Hermannstadt sowie die Bauernburg in Reps/Rupea. Auch Bergrettungsstationen, Kurbäder wie jene in Sovata oder Salzburg/Ocna Sibiului oder acht Pensionen erhielten Förderungen. Dass allerdings auch Geld wenig Nutzen stiftend investiert werden kann, zeigt das Beispiel einer Skipiste im abgelegenen Jina in der Mărginimea Sibiului, wo es kaum touristische und verkehrliche Infrastruktur und die mit 3 Millionen Euro für 400 Meter Piste exorbitant teuer war.

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