Repräsentativ und breit gefächert

Statt einer Bilanz der 23. Ausgabe der Deutschen Kulturdekade im Banater Bergland

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Im Rahmen der 23. Deutschen Kulturdekade im Banater Bergland fand in Bokschan das 9. Herbstfest des Bokschaner Jugendforums statt, zu dem auch deutsche Jugendforen aus anderen Ortschaften eingeladen wurden. Der Trachtenaufmarsch formierte sich traditionell auf dem Platz vor der römisch-katholischen Kirche und bewegte sich in Richtung Rathaus und Kulturhaus.

Zu den regelmäßigen Veranstaltungen der Deutschen Kulturdekade im

Banater Bergland gehören die Vormittagsbesuche von Kindern der deutschen Kindergärten und Grundschulklassen in der deutschen Bibliothek "Alexander Tietz". Sie laufen unter dem Motto "Begegnung mit den künftigen Lesern der Bibliothek". Hier sind gerade die Kinder der deutschen Abteilung des Reschitzaer Kindergartens Nr. 9 zu Besuch.

Das "Frauenkränzchen" des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen (DFBB) gehört zu den DFBB-Unterorganisationen, die am regelmäßgsten tagen. Lieblingsgast des Frauenkränzchens ist seit Jahren die pensionierte Deutschlehrerin, Schriftstellerin und begnadete Alleinunterhalterin Edith Guip-Cobilanschi aus Temeswar. Auch diesmal fehlte sie bei der Deutschen Kulturdekade im Banater Bergland nicht.

Die höchste Auszeichnung, welche das Demokratische Forum der Banater Berglanddeutschen alljährlich verleiht, ist der "Alexander-Tietz"-Preis. 2013 wurde er im Rahmen der Deutschen Kulturdekade im Banater Bergland an Dipl.-Ing. Hugo Eduard Balazs verliehen. Balazs wurde in Reschitza geboren und lebt in Stuttgart. Er redigiert das im Internet Mitteilungsblatt des heimatverbands der Banater Berglanddeutschen in Deutschland und pflegt, zusammen mit dem Reschitzaer Dipl.-Ing. Waldemar Günther König, den Internetauftritt des DFBB.

Zum ersten Mal fand im Rahmen der Deutschen Kulturdekade im Banater Bergland in Reschitza das internationale Symposium "Deutsche Sprache und Kultur im Banater Bergland" statt, an dem sich Forscher aus Deutschland, Österreich und Rumänien beteiligten. Den Grundsatzvortrag hielt der aus Reschitza stammende Univ.-Prof. Dr. Rudolf Gräf, Vizerektor der "Babeş-Bólyai"-Universität Klausenburg.

Keine Deutsche Kulturdekade im Banater Bergland ohne Auftritte auf

der traditionsreichen Bühne des ältesten noch existierenden Theaterbaus in Rumänien, des Alten Theaters aus Orawitza. Diesmal traten hier aus Reschitza die "Enzian"-Volkstanzgruppe und der "Franz Stürmer"-Chor auf, sowie die deutsche Volkstanzgruppe "Magnificat" aus Orawitza.

Erwin Josef Ţigla (2.v.r.) betätigt sich weiterhin (auch) als Fotograf und stellte diesmal eine Ausstellung über die "Vatikanischen Museen" zusammen. Sie wurde im kleinen Ausstellungssaal der Direktion für Kultur- und Nationales Kulturgut am Reschitzaer Hauptplatz gezeigt. Die Einführung zur Ausstellung machte Institutsleiterin Ljubica Raikic

Zwischen dem 4. - 13. Oktober fand im Banater Bergland zum 23. Mal die größte kulturelle Veranstaltungsreihe der Rumäniendeutschen statt. Die Deutsche Kulturdekade im Banater Bergland vereinte Veranstaltungen in Alt-Sadowa/Sadova Veche (Heimattag und Heimatmesse der Berglanddeutschen), in Bokschan, Deutsch-Saska, Dognatschka, Ferdinandsberg, Franzdorf, Karansebesch, Orawitza, Reschitza, Steierdorf - Anina und Wolfsberg. Prqaktisch überall dort, wo noch Berglanddeutsche leben und Interesse an solcherart Veranstaltungen zeigen. Insgesamt wurden 54 Veranstaltungen in den 11 Ortschaften des Banater Berglands organisiert oder mit-organisiert.

„Höhepunkte der Kulturdekade 2013 waren, neben der Heimatmesse in Alt-Sadowa, noch die Veranstaltungsreihe Peter Rosegger zum 170. Geburtstag und 95. Todestag, 150 Jahre Banater Semmering-Bahn (15.12.1863 - 15.12.2013), das 11. Musik- und Chortreffen der Banater Berglanddeutschen, dem 100. Geburtstag von Franz Stürmer gewidmet, das 9. Steierdorfer Blasmusikfestival, das Internationale Symposium „Deutsche Sprache und Kultur im Banater Bergland“ und, nicht zuletzt, das Herbstfest des Jugendforums Bokschan, IX. Auflage“, meint Erwin Josef Ţigla, der Initiator und spiritus rector der größten rumäniendeutschen Veranstaltungsreihe.

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