Reschitza: Alte Probleme, dieselben Sünden

Künftiger Stadtmanager über die Probleme mit Bauarbeiten

Freitag, 23. Juni 2017

Reschitza - Vizebürgermeister ist er nicht mehr, Stadtmanager noch nicht. Trotzdem meldet sich Paul Vasile immer öfter zu Wort, wenn es um sein ehemaliges Ressort, den Zustand der Stadt geht. Jüngst auf eine Frage, die auch in den vergangenen Legislaturperioden ein Renner in der Kommunikation zwischen Rathaus und Medien war, die den Zustand der Baustellen betrifft, auf denen die eigentliche Arbeit abgeschlossen, das Umfeld aber im Chaos zurückblieb.

„Da ist die Lage unterschiedlich“, schlussfolgert Paul Vasile, „Es gibt Straßen, wo Hidroconstruc]ia, der Bauausführer, gefordert hat, eine komplette Neugestaltung genehmigt zu bekommen – und das ist erfreulich! – aber auch solche, die niemand in voller Verantwortung abnehmen kann. Das ist vor allem in der Vorstadt Doman der Fall. Dort war eine Firma im Untervertrag tätig. Hidroconstrucţia hat nun versprochen, dieser das nötige Geld zu überweisen, um die Straßen in einen benutzbaren Zustand zurück zu bringen. Auf diejenigen, die an der Kanalisation dort arbeiten, haben wir ständig ein Auge. Dort lassen wir nicht locker. Damit es nicht noch einmal so weit kommt.“

Dieser Tage begannen auch die Siedlungswasserarbeiten im eingemeindeten Moniom. Dort arbeitet eine Firma aus Konstanza. „Nach der Art, wie die Gespräche mit dieser abgelaufen sind, habe ich die Hoffnung, dass wir eine schnelle und qualitätsvolle Durchführung erleben werden“, wagt Paul Vasile eine Prognose. Total unzufrieden ist er aber mit der Siedlungswassergesellschaft AquaCaraş und deren Beratungsfirma: „So viel fehlende Höflichkeit im Umgang miteinander habe ich selten erlebt!“ Nicht nur, dass überall dort, wo AquaCara{ in Eigenregie gearbeitet hat, ein totales Chaos auf der Straße zurückblieb, „denen ist auch jedwede elementare Kommunikation mit der Stadt einfach egal.“

Kontrastierend dazu die Arbeit von E.ON Gas. Das Erdgasunternehmen unterhält ebenfalls mehrere Baustellen, aber „da gibt es Zusammenarbeit und ständige Kommunikation mit dem Projektanten. Leider gilt das weniger für EU-Projekte im Bereich Siedlungswasserwirtschaft. Da wir es da mit vielen Projekten zweifelhafter Qualität zu tun haben, die zudem noch oft unvollständig sind, wünschte ich mir, dass es wenigstens eine intensivere Kommunikation gäbe zwischen dem Nutznießer/Auftraggeber, also AquaCaraş, der Beratungsfirma und dem Bauausführer, sowie uns, die wir immer irgendwie alle Folgen auszubaden haben, wenn etwas nicht gut läuft.“

Während seit etwa zwei Monaten die Kommunikation zwischen dem Rathaus Reschitza und Hidroconstruc]ia „immer besser“ werde, sei es mit der Beraterfirma und AquaCaraş „in der Beziehung zu uns immer schlechter“. Seit einiger Zeit schicken die beiden nicht einmal mehr ihre Vertreter zu den wöchentlichen Koordinierungssitzungen, die immer am selben Tag und zur selben Uhrzeit stattfinden und wo alle Beteiligten am Tisch sitzen müssten. „Wenn dann doch jemand von der Beratungsfirma oder/und AquaCara{ erscheint, ist es niemand mit Entscheidungsbefugnis“, beschreibt Paul Vasile den Grund seiner Missstimmung.

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